Montag , 13. April 2020


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Wie teuer kann der Hausbau werden?

Der Bau eines Einfamilienhauses ist mit nicht unerheblichen Kosten verbunden. Damit man am Ende nicht vor einem unüberwindbaren Schuldenberg steht, ist eine saubere Kalkulation aufgrund einer sorgfältigen Planung sehr wichtig. Das verlangen auch seriöse Banken für die Kreditvergabe. Auch bei der besten Planung kann allerdings noch etwas schiefgehen. Deshalb sollte das Budget – bestehend aus Eigenkapital und Fremdkapital – möglichst nicht bis zur Oberkante ausgereizt werden.
Hausbaukosten im Überblick

Neben den eigentlichen Kosten für den Hausbau, den sogenannten Herstellungskosten, kommen Erwerbsnebenkosten zum Gesamtbudget hinzu. Eine genaue Aufstellung der Herstellungskosten liefern seriöse Hausbaufirmen wie zum Beispiel die Viebrockhaus AG in ihrer Leistungsbeschreibung. Bevor Sie sich für einen Anbieter entscheiden, sollten Sie unbedingt mehr Informationen zum Anbieter selbst wie auch zu den Kosten einholen.

Bild: istock.com/Gomberg

Die Herstellungskosten setzen sich grundsätzlich aus folgenden Posten zusammen:

  • Gründungskosten mit Baustelleneinrichtung, Erdaushub und Bodenplatte
  • Rohbaukosten (Wände und Geschossdecken)
  • Fassade (Wärmedämmung, Fenster und Türen)
  • Dach mit Dachstuhl, Dachdämmung und Dacheindeckung
  • Innenausbau mit Boden- und Wandbelägen sowie Treppen und Innentüren
  • Haustechnik mit Elektro-, Sanitär- und Wasserinstallation und Heizungsanlage

Noch vor dem Baubeginn selbst fallen Planungs- und Genehmigungskosten an. Der Architekt erstellt eine Baugenehmigungsplanung, für die Baugenehmigung selbst fallen Kosten durch die Baubehörden an. Hinzu kommen statische Berechnungen und Energieberatung, je nach Komplexität des Hauses müssen Fachplaner hinzugezogen werden. Die Planungsleistungen werden nach der HOAI, der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure, veranschlagt.

Die Erwerbsnebenkosten umfassen alle Kosten, die unmittelbar mit dem Kauf des Grundstücks zu tun haben. Sie setzen sich aus verschiedenen Posten zusammen und umfassen zum Beispiel Notar- und Maklerkosten, die Grunderwerbssteuer und den Eintrag ins Grundbuch. Auch die Bereitstellungszinsen und Gebühren des Kreditinstitutes werden den Erwerbsnebenkosten zugerechnet.

Bild: istock.com/levkr

Was den Hausbau teuer macht

Verschiedene Aspekte beim Hausbau können zu einem deutlichen Kostenanstieg führen. Dazu gehört zum Beispiel der Keller, auch ein größerer Grundriss sowie eine verschachtelte Form machen ein Haus natürlich teuer. Dämmsystem, Haustechnik und Dachform schlagen ebenfalls je nach Auswahl mit mehr oder weniger hohen Kosten zu Buche. Neben den baulichen Gegebenheiten gibt es drei Gründe, die den Hausbau teurer als gedacht machen können:

  • die Baunebenkosten
  • eine zu knapp bemessene Baufinanzierung mit Nachfinanzierungsbedarf
  • ein Dumpinganbieter als Hausbaufirma

Vor allem im letzten Fall kann die gesamte Finanzierung zusammenbrechen. Sind die Kosten höher als anfangs kalkuliert, muss nachfinanziert werden und das lassen sich die Banken oft mit hohen Zinsen bezahlen. Baumängel und Nachbesserungen schlagen ebenfalls zusätzlich zu Buche, verzögert sich der Einzugstermin ins neue Haus, dann steigt auch der Anteil an Mietkosten an.

Schon seit mehreren Jahren wird der Fokus auf Ökologie beim Hausbau vom Staat gefördert. Die Nachfrage steigt stark und umweltfreundliches Bauen wird belohnt, zum Beispiel von der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Lesen Sie hier mehr über Baufinanzierungen und umweltfreundliches Bauen.

Veröffentlicht von:

Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou schreibt über die Finanzbranche und gibt Orientierung für interessante Finanzprodukte. Sie hatte Ihre Berufsausbildung erfolgreich beim ARKM Online Verlag in Gummersbach abgeschlossen. In der Redaktion ist Sie unter [email protected] erreichbar.