Donnerstag , 22. Februar 2018


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Unter Dach und Fach – Die richtige Dachform finden

Hamburg – Das Hausdach erfüllt gleich mehrere Funktionen: Neben dem Schutz des Gebäudes und seiner Bewohner unterstreicht die Dachform die gesamte Ästhetik. Form, Eindeckung und Farbe sollten dabei gut überlegt sein, damit sie optisch zum Haus passen. „Allerdings sind Geschmäckern und Kreativität häufig Grenzen gesetzt. Denn Häuslebauer müssen sich bei Neubauten an den Bebauungsplan halten. Dieser gibt vor, welche Dachformen im fraglichen Gebiet erlaubt sind”, erklärt Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24.de.

Die Klassiker: Sattel- und Walmdach

Die meisten Häuser in Deutschland besitzen ein Satteldach. Dieses besteht aus zwei geneigten Dachflächen und vermittelt so einen soliden Eindruck. Durch die einfache Konstruktion sind eine Vielzahl von Dachneigungen und Traufhöhen möglich. „Beträgt die Neigung des Satteldaches 38 bis 45° bietet sich genügend Platz, um ein Obergeschoss einzubauen. Außerdem ist diese Dachform sehr robust und muss selten gewartet werden”, so Scharfenorth. Dagegen ist das Walmdach sowohl auf der Giebel- als auch auf der Traufseite geneigt, wodurch es besonders stabil ist. Um gegen jede Witterung zu bestehen, wählten Bauherren früher häufig die Unterform des Walmdachs, das Krüppelwalmdach. Hierbei ist auch der Giebel vor schweren Stürmen geschützt.

Zelt- und Pultdach

Vier geneigte Dachflächen sind ebenfalls beim sogenannten Zeltdach zu finden. Aber anders als beim Walmdach neigen sich diese nicht zum Dachfirst, sondern laufen zu einer Spitze zusammen. „Zeltdächer lassen sich ausschließlich auf quadratischen und rechteckigen Baukörpern errichten. Zudem müssen sie gesondert regensicher abgedichtet sein. Aber ab einem Neigungswinkel von 20° bieten sie Platz für zusätzlichen Wohnraum, wodurch das Haus optisch groß und repräsentativ wirkt”, ergänzt Scharfenorth. Ein weiterer, seltener Hingucker sind Pultdächer. Sie besitzen nur eine geneigte Kante und sind häufig in der modernen Architektur anzutreffen. In der Regel zeigt die geneigte Seite nach Nordwesten, für den Einsatz von Photovoltaik nach Süden. Nach Regenschauern fließt das Wasser gut vom Pultdach ab, aber nicht so gut wie beim Satteldach, weshalb auch hier eine spezielle Abdichtung notwendig ist.

Flach- und Mansarddach

Manche Bauherren verzichten ganz auf die Neigung und setzen auf Flachdächer. „Gerade im Hinblick auf Energieeinsparungen bieten Flachdächer echte Vorteile, denn die kompakte Bauweise minimiert den Wärmeverlust erheblich. Außerdem verlieren Häuslebauer keinen Platz an Schrägen im Obergeschoss und die Dachfläche kann als Dachterrasse dienen”, weiß Scharfenorth. Da der Regen nicht ablaufen kann, sind Dichtungen und die Entwässerung an mehreren Stellen von essentieller Bedeutung. Bei Mansarddächern dagegen ist das Dach zweigeteilt und ein Teil nach unten abgeknickt. Auch hier entsteht eine zusätzliche, vollwertige Etage. Diese Dachform ist in der Barockzeit entstanden und überwiegend bei Altbauten wie Stadthäusern oder Villen zu sehen. Deshalb verleiht sie Neubauten einen besonders herrschaftlichen Charakter. Allerdings sind Mansarddächer wesentlich aufwändiger und anfälliger sowie nur eingeschränkt für Solarenergie nutzbar. Ist die Entscheidung für den Bau eines Hauses mit der passenden Dachform gefallen, müssen sich Bauherren um die Finanzierung kümmern. Die tagesaktuellen Bauzinsen sind hier zu finden: https://www.baufi24.de/bauzinsen/.

Quelle: Baufi24 GmbH

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