Dienstag , 10. November 2020


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Sind Asiens Finanzmärkte das neue Eldorado für Börsenhändler?

Auch wenn die Corona-Krise in Asien zum Jahresanfang – und wenig später auch auf der ganzen Welt – die Märkte in Aufruhr versetzte, scheint sich die Lage nun wieder zu entspannen. Vor allem in China befinden sich die Aktivitäten in der Wirtschaft im Aufwind. Zwar hat man dort noch nicht die Wirtschaftskraft erreicht, die man vor der Krise hatte, aber die Arbeitskräfte in den Fabriken haben mehrheitlich ihre Arbeit wieder aufgenommen – ein deutliches Zeichen für den Aufwärtstrend, der bei Anlegern Grund zur Hoffnung macht.

Wie ist die wirtschaftliche Lage in Asien?

Dass sich die asiatischen Märkte bald erholen werden, kann erwartet werden. Viele Staaten sind mit einem soliden Haushalt und einer positiven Handelsbilanz in die Krise am Jahresanfang geschlittert. Sollte sich die Lage weiterhin entspannen, prognostiziert der IWF einen Wirtschaftsboom im asiatischen Raum. Von einem Wachstum von 6,9% wird dabei ausgegangen. Im Vergleich dazu werden für Europa nächstes Jahr lediglich 4,7% Zuwachsrate erwartet. Ein Grund dafür ist möglicherweise, dass asiatische Staaten aufgrund ihrer Erfahrung mit Epidemien besser durch die Corona-Krise gekommen sind, als die westlichen Staaten.

Größter Börsengang der Geschichte wird in China stattfinden

Was Börsianer vor kurzem enttäuscht hat, war die Verschiebung des Börsengangs von Ant Financial, einem Tochterunternehmen von Alibaba. Die Regulierungsbehörden in Peking haben Geschäftsführer Jack Ma einen Dämpfer erteilt. Der Grund: Mikrokreditgeber sollen fortan stärker beschränkt werden. Ant Financial wollte den Börsengang als Technologieunternehmen vollziehen, trat in letzter Zeit aber vermehrt als Kreditgeber auf, womit das Unternehmen nun unter die von Peking verordneten schärferen Regulierungen fällt. Die Ausarbeitung eines neuen Börsenprospekts dauert ungefähr sechs Monate. Solange müssen Anleger also noch mindestens auf den Börsengang warten, der mit 37 Milliarden US-Dollar sogar noch mehr einbringen soll als der Rekord-Börsengang von Saudi Aramco mit 29 Milliarden US-Dollar.

Chancen für Anleger

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Benjamin Bilski ist Gründer und CEO der Social Trading und Investing Plattform NAGA. Der Ex-Profischwimmer und Seriengründer wurde 2018 von Forbes in die Liste der „30 under 30“ aufgenommen.
Fotoquelle: NAGA Group AG

Vor allem asiatische Anleger blicken der Zukunft mit Zuversicht ins Gesicht. Sie sehen in den derzeitigen Entwicklungen positive Zeichen zu einem anhaltenden Aufwärtstrend und werden auch eher bereit sein, Risiken einzugehen. So sieht es auch Benjamin Bilski, Geschäftsführer des deutschen Fintechs NAGA: „Menschen in Asien sind eher bereit auch risikobehaftete Trades einzugehen. Frei nach dem Motto „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“.“

Mit der Neobroker-App NAGA wollen die Hamburger sich im asiatischen Raum platzieren und dort möglichst viele Kunden für ihre Broker-Plattform gewinnen. Dieser Schritt verwundert nicht, da vor allem Menschen aus Asien sehr offen sind für Neues und oft technologie-affiner sind als Europäer oder Amerikaner.
Doch auch für Anleger weltweit eröffnen sich mit der Erholung des asiatischen Wirtschaftsraums viele neue Investitionsmöglichkeiten. So ist momentan der Einstieg in asiatische Aktienmärkte eher günstig im Vergleich zu den europäischen oder amerikanischen Märkten.

Investitionen in Technologie, Forschung und Entwicklung wird als besonders lukrativ betrachtet, da sie die Innovation vorantreiben. Außerdem werden die Investition in Konsum und Gesundheitswesen auch im asiatischen Raum immer wichtiger werden, da der Lebensstandard sowohl in Schwellen- als auch in höher entwickelten Ländern zunimmt. Allen voran steht dabei China, wo die Menschen immer mehr nach Qualitätsprodukten fragen, und wo der Konsum- und Dienstleistungssektor eine immer höhere Bedeutung gewinnt. Die derzeitige positive Stimmung am Markt kann als Zeichen angesehen werden, dass Anleger bei Investitionen in Asien bald hohe Renditen einfahren können.

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