Montag , 10. Dezember 2018


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3 Investitionsmöglichkeiten abseits des Finanzmarkts, die man kennen sollte

Bei dem heutigen Niedrigzinsniveau ist es nicht mehr einfach gute Renditen in den Finanzmärkten zu generieren. Glücklicherweise gibt es dank dem Internet und neuer Innovationen aus dem Finanztechnologiebereich neue Alternativen zu Aktien, Anleihen und Fonds. Heutzutage kann man direkt in Start-ups investieren, sich digitale Währungen als Anlage kaufen oder direkt an Klein- und Mittelstandsunternehmen Kredite ausstellen.

Peer-to-Peer-Kredite

Quelle: Bildarchiv ARKM
Quelle: Bildarchiv ARKM

Eine neue Anlageklasse, die seit der Finanzkrise im Jahr 2008 stark an Beliebtheit gewonnen hat, ist das Investieren in sogenannte Peer-to-Peer-Kredite. Peer-to-Peer-Kredite sind Kredite, die von einer Anzahl von Privatinvestoren an Start-Ups, Klein- und Mittelstandunternehmen über online Peer-to-Peer-Kreditplattformen gewährt werden. Peer-to-Peer-Kredite ermöglichen somit Investoren die Geldanlage im Internet, ohne dass ein traditionelles Finanzinstitut als Vermittler auftritt.

Einer der Gründe, wieso Peer-to-Peer-Kredite mittlerweile sehr beliebt bei Kleinanlegern geworden sind, ist, dass man bei diesen Krediten eine höhere Rendite als bei dem Großteil der Anleihen in den Finanzmärkten bekommt. Weiters hilft man als Peer-to-Peer-Kreditgeber direkt Kleinunternehmen, anstatt sein Geld an Staaten oder große Konzerne zu verleihen.

Digitale Währungen

Digitale Währungen, auch „Kryptowährungen“ genannt, sind ein Phänomen, dass es erst seit dem Jahr 2009 gibt, als die erste digitale Währung Bitcoin erschien. Bitcoin ist eine Währung die nur im Internet existiert und die von keiner Regierung oder Zentralbank kontrolliert werden kann. Bitcoin startete als die Währung von Programmieren, Hackern und Computerfreaks und wurde am Anfang nur in Internetforen und auf sozialen Medien diskutiert. Seit dem Bitcoin Preisanstieg von $0,01 auf über $1,200 von Anfang 2009 bis Ende 2013, ist Bitcoin jedoch in aller Munde und sogar renommierte internationale Medien berichten mittlerweile regelmäßig über Bitcoin und andere digitale Währungen.

Wenn man als Anleger daran glaubt, dass digitale Währungen die Zukunft von Geld sein werden, dann kann man sich eine Reihe an vielversprechenden digitalen Währungen als „Buy-and-Hold“-Anlage kaufen.

Interessante digitale Währungen, die seit ihrer Einführung stark an Wert gewonnen haben, sind zum Beispiel der digitale Gulden, mit dem man in Holland mittlerweile mit dem Smartphone in über 100 Geschäften bezahlen kann und deren Zahlungsakzeptanz in Holland weiter wächst. Oder zum Beispiel die digitale Währung Dash. Dash steht für „Digital Cash“ und ist eine neue Kryptowährung, die sofortige Geldtransfers mit kompletter Anonymität offerieren kann. Seit der Einführung von Dash im Jahr 2014 stieg der Preis von $0.01 bis zu über $11.00 im Jahr 2016 an.

Digitale Währungen ermöglichen extrem hohe Renditen innerhalb eines kurzen Zeitraums wenn man zur richtigen Zeit, in die richtige Währungen investiert. Digitale Währungen sind jedoch sehr risikoreiche Anlagen, da sich die rechtliche Lage für digitale Währungen in Deutschland jederzeit ändern kann, und da neue digitale Währungen auch schnell wieder verschwinden können, wenn nicht genug Nutzer die neue Kryptowährung als Anlage oder als Transaktionswährungen annehmen.

Crowdfunding

Crowdfunding, zu deutsch „Crowdfinanzierung“, ist eine neue Art der Finanzierung für Start-ups und Kleinunternehmen. Crowdfunding bezieht sich auf den Kauf von Aktienanteilen an Start-ups und jungen Unternehmen über online Crowdfinanzierungsplattformen um diesen Unternehmen die nötige Finanzierung zu geben, dass sie ihre Ideen umsetzten können oder um neue Projekte zu verwirklichen.

Um in Crowdfunding zu investieren muss man sich nur als Privatanleger auf einer Crowdfunding Plattform anmelden und sich die Unternehmen aussuchen, in die man investieren will. So bald das Finanzierungsziel des Unternehmens erreicht wurde, bekommt man seine Aktienanteile an dem Unternehmen.

Die Monetisierung seiner Anlage erfolgt dann, wenn das Kleinunternehmen von einem größeren Unternehmen übernommen wird oder wenn es einen Börsengang macht. Crowdfundinganlagen sind daher immer langfristige Investitionen und beinhalten viel Risiko, da der Großteil von Start-ups und Kleinunternehmen innerhalb von wenigen Jahren pleitegeht. Daher ist es wichtig, dass man als Anleger nur einen kleinen Prozentsatz seines Gesamtportfolios in Crowdfundinginvestitionen steckt.

Veröffentlicht von:

Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche ist Gründer vom Finanzratgeber24 und schreibt über Finanzprodukte für Privat-Haushalte und Unternehmer im deutschen Mittelstand. Anfang der 90er Jahre hat er als Vermögensberater bei der Deutschen Vermögensberatung mehrere Jahre wertvolle Erfahrungen für eine kundenorientierte Vermögensplanung gesammelt und hält seit dem engen Kontakt zur Finanzbranche. Er ist als Journalist Mitglied im DPV Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V. / Mitgliedsnummer: DE-537932-001 / Int. Press-Card: 613159-537932-002. Er ist unter redaktion@finanzratgeber24.de in der Redaktion erreichbar.