Donnerstag , 24. Januar 2019


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Bonität prüfen – darum ist es so wichtig

Planen Sie in Zukunft größere Anschaffungen, eine ausgedehnte Reise oder sogar den Erwerb einer eigenen Immobilie? Dann ist es überaus wichtig, bereits jetzt die eigene Bonität im Auge zu behalten und zu prüfen. Andernfalls könnte es zum Zeitpunkt der Finanzierung zu unangenehmen Überraschungen kommen.

Was genau ist Bonität?

Foto: © istock.com/ajcabeza
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Die Bonität beschreibt die Zahlungsfähigkeit und -zuverlässigkeit einer einzelnen Person. Genau diese Information wird von Banken, Mobilfunkanbietern, Internet-Providern, Gas- und Stromlieferanten und weiteren abgefragt, bevor eine Vertragsbeziehung eingegangen wird. Wer eine schlechte oder auch nicht ganz perfekte Bonität hat, läuft also Gefahr, von all diesen Anbietern abgelehnt zu werden und seine Pläne nicht verwirklichen zu können.

Doch vorne angefangen, sollte man sich zunächst seinen Bonitätsscore anschauen, was bei mehreren großen Auskunfteien in Deutschland möglich ist, darunter die SCHUFA, Arvato, Creditreform, Bürgel und Deltavista. Manche gibt es bereits seit dem 19. Jahrhundert, wobei heute natürlich so eine Bonitätsprüfung online (hier Scorekompass von Arvato) abläuft. Dabei wird anhand von vielen Daten mit komplizierten Algorithmen der Bonitätsscore gebildet, der Auskunft darüber gibt, wie zuverlässig und fähig man bei der Zahlung von Rechnungen, Raten, etc. ist. Die Algorithmen und genauen Daten bleiben dabei verschlüsselt, sodass niemand genau weiß, wie dieser Vorgang funktioniert.

Wie kann man eine schlechte Bonität verbessern?

Stellt man bei diesem Prozess fest, dass der eigene Bonitätsscore nicht besonders gut ist, sollte man das sofort versuchen zu ändern. Gerade bei den angesprochenen großen Anschaffungen wird es gute und günstige Kredite brauchen. Die schlechte Bonität kann jedoch verhindern, dass man den Kredit bekommt oder dafür sorgen, dass die Konditionen nicht so gut wie im Kreditvergleich ausfallen. Dabei ist eine gute Bonität relativ einfach zu erreichen.

Foto: © istock.com/zaozaa09
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Grundsätzlich sollte man nicht zu viele Girokonten und Kreditkarten besitzen, theoretisch reichen eine Kreditkarte und maximal 2 Girokonten, die am besten alle bei der gleichen Bank sind. Die Girokonten sollten regelmäßig gefüllt werden und keine negativen Salden aufweisen. Gleichzeitig ist es wichtig, so wenig 0%-Finanzierungen und Kredite wie möglich laufen zu haben, weil der Bonitätsrechner davon ausgeht, dass die Bonität bei besonders vielen Verpflichtungen schlechter ist, und zwar unabhängig vom Einkommen. Wer jetzt außerdem noch sämtliche Rechnungen pünktlich bezahlt und auch den anderen Verpflichtungen ordentlich nachkommt, kann damit rechnen, dass die eigene Bonität einen Top-Score erreicht.

Bei der Bonitätsprüfung online können übrigens auch alte Einträge gelöscht werden, wenn diese nicht mehr aktuell oder gar fehlerhaft sind und ggf. für einen schlechteren Score sorgen. Dann aber sollte den gesetzten Zielen und Wünschen nichts mehr im Wege stehen.

Veröffentlicht von:

Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche ist Gründer vom Finanzratgeber24 und schreibt über Finanzprodukte für Privat-Haushalte und Unternehmer im deutschen Mittelstand. Anfang der 90er Jahre hat er als Vermögensberater bei der Deutschen Vermögensberatung mehrere Jahre wertvolle Erfahrungen für eine kundenorientierte Vermögensplanung gesammelt und hält seit dem engen Kontakt zur Finanzbranche. Er ist als Journalist Mitglied im DPV Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V. / Mitgliedsnummer: DE-537932-001 / Int. Press-Card: 613159-537932-002. Er ist unter redaktion@finanzratgeber24.de in der Redaktion erreichbar.