Sonntag , 19. November 2017


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Was wurde aus der Bank von damals?

Bevor das Girokonto für Jedermann und die Überweisung zum Standard und Mittelpunkt des täglichen Zahlungsverkehrs wurden, bekamen Arbeitnehmer ihren Arbeitslohn noch als Lohntüte bar auf die Hand. Der Lohn war so gering, dass die meisten Leute nicht einmal an Rücklagen denken konnten. Dementsprechend gab es auch nur wenige Banken, die für den Mittelstand arbeiteten. Das ist heute anders. In Deutschland zählen wir mittlerweile hunderte verschiedener Banken, die normalen Privatpersonen ihre Kredite, Anlagen und Konten schmackhaft machen wollen. Dieser Beitrag zeigt, in welcher Bankenwelt wir uns heute bewegen.

Die Bank von damals

Foto: ©istock.com/Robert Herhold

Es geht zurück ins späte neunzehnte Jahrhundert, wenn wir die ersten Banken des Mittelstands finden wollen. Sehr lange Zeit ging es im Geldgeschäft lediglich um die reichen Industriellen und Kaufleute, sowie um Regierungsmitglieder und Herrscher. Horrende Beträge, von denen der Mittelstand nur träumen konnte, standen in ihren ganz eigenen gesellschaftlichen Kreisen an der Tagesordnung. Ein gutes Beispiel dafür war die jüdische Familie Rothschild, die es um 1875 in kürzester Zeit bewerkstelligte, dass England Mittel für den Kauf des Suezkanals bekam.

Für den Mittelstand gab es ab 1788 die ersten Sparkassen, deren Anzahl sich aber nur schleppend nach oben entwickelte. Sparkassen hatten das Ziel, Konten für Jedermann anzubieten, um den Bundesbürgern zu ermöglichen, zumindest bescheidene Rücklagen bilden zu können. Bürger aus der Landwirtschaft und aus dem Gewerbe wendeten sich indes an die ersten Genossenschaftsbanken.

Stichwort Digitalisierung & Spezialisierung

Foto: ©istock.com/StockImages_AT

Springen wir nun wieder zurück in die Gegenwart, stellen wir fest, dass sich die Anzahl an Banken zwar stark verringert hat, aber insbesondere für den Mittelstand dutzende Banken mehr als vorher existieren. Außerdem hat die Digitalisierung Einzug in die Bankenwelt erhalten und viele Institute haben sich besonders spezialisiert. Ein Beispiel dafür sind sogenannte ethische Banken, die ein großes Bewusstsein für Mensch und Umwelt an den Tag legen und auch den Erfahrungen von Ethikbankkunden nach immer gesellschaftlich korrekt agieren. Andere Banken gehen hingegen dem normalen Tagesgeschäft nach und investieren ohne besondere Bezugspunkte, was ethisch korrekt ist und was nicht.

Heute muss darüber hinaus zwischen Filialbank und Direktbank unterscheiden. Privatkunden müssen zwischen den einzelnen großen Namen der Branche nicht unbedingt unterscheiden können. Ob sie sich aber für eine Filialbank mit persönlichem Service oder für eine Direktbank mit ausschließlicher Online-Präsenz entscheiden, sollten sie schon entscheiden können. Interessant ist, wie schnell die Digitalisierung und Weiterentwicklung mittlerweile voranschreitet. Es gibt immer wieder neue Generationen von Bankkarten; Prozesse werden dank immer intuitiver Internetseiten zunehmend einfacher; und es werden immer mehr rein digitale Produkte und Apps entwickelt, die das klassische Bankgeschäft aufmischen. In Windeseile lassen sich Geldanlagen eröffnen, Girokonten beatrangen und Kredite auszahlen.

Aus den wenigen Sparkassen und Genossenschaftsbanken für den Mittelstand ist ein riesiger Zweig geworden, der tagtäglich neue und spannende Überraschungen bereithält. Von den damaligen Strukturen und Prozessen ist lediglich das Kerngeschäft erhalten geblieben.

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