Thursday , 21. April 2022
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Elektrobikes: 10 Dinge, die jeder vor dem Kaufen wissen sollte

Elektrobikes liegen voll im Trend. Doch wie umweltfreundlich sind sie wirklich? Was kosten sie und wo gibt es die Akkus? 10 Dinge, die du über E-Bikes wissen solltest.

Immer mehr Radfahrer satteln auf E-Bikes um. Der Berg zu hoch, der Weg zu weit? Dank integriertem Motor kein Problem. Doch sind Elektrofahrräder, auch Pedelecs genannt, überhaupt gut für die Umwelt? Für wen lohnt sich der Kauf?

Quelle: © stockWERK - Fotolia.com / utopia.de
Quelle: © stockWERK – Fotolia.com / utopia.de

1. Elektrobike: Der Antrieb
Er ist das Herz des E-Bikes. Beim Antrieb gibt es drei Varianten:

  • Vorderrad-Antrieb: einfaches Nachrüsten normaler Fahrräder fast immer möglich, kostengünstigste Variante
  • Mittelmotor: angenehmes Fahrgefühl, stabiles Laufverhalten, höherer Preis für Spezialrahmen
  • Hinterrad-Antrieb: für sportliche Fahrweise, bei Berg und Nässe geeignet

Der Motor ist also entweder im Vorderrad, am Hinterrad oder – besonders beliebt – direkt im Rahmen des Elektrobikes verbaut. Je nach Antrieb hast du das Gefühl, gezogen oder geschoben zu werden. Bevorzugst du eine stabile oder sportliche Fahrweise? Teste beim Kauf am besten alle Antriebsvarianten, um das für dich optimale Modell zu finden. Mehr dazu: Antriebe, Akkus, Trend und Tipps zu E-Bikes.

2. Geschwindigkeit von Elektrobikes
Elektrobikes können Geschwindigkeiten von 25 km/h bis zu 45 km/h erzielen. Die Leistung der Motoren beginnt bei 250 Watt und erreicht bei den sogenannten S-Pedelecs sogar bis zu 500 Watt. Wer denkt, nur Fliegen ist schöner, sollte jedoch beachten, dass die Highspeed-Flitzer nicht mehr als Fahrrad im rechtlichen Sinne gelten. S-Pedelecs gehören zur Klasse der „Kleinkrafträder mit geringer Leistung“. Sie benötigen ein Versicherungskennzeichen und eine Betriebserlaubnis.

3. Helmpflicht für Elektrobikes
Die Helmpflicht besteht nur für die schnellen S-Pedelecs, jedoch nicht für die normalen Elektrobikes. Empfehlenswert sind Helme aber in jedem Fall.

4. Fahrradweg oder Straße?
Da das Elektrobike mit bis zu 25 km/h Nennleistung rechtlich als Fahrrad gilt, kannst du damit alle Radwege nutzen. Das schnelle S-Pedelec darf dort jedoch nicht fahren. Es hat nur auf Fahrradstraßen freie Fahrt, die für Kraftfahrzeuge allgemein oder für Krafträder freigegeben sind.

Für Eltern: Einen Kinderanhänger mit einem S-Pedelec zu ziehen ist leider nicht erlaubt.

5. Akkus für Elektrobikes
Im Fachhandel oder Internet kannst Du ganz einfach Akkus für Dein Elektrobike kaufen. In der Regel sind das Lithium-Ionen-Akkus, die etwa 3 Kilogramm wiegen. Ihre Lebensdauer liegt zwischen drei bis fünf Jahren. Danach werden die Batterien schwächer und der Akku sollte getauscht und recycelt werden.

6. Stromkosten
Der Stromverbrauch eines Elektrofahrrads liegt bei etwa 0,7 Kilowattstunden (kWh) auf 100 Kilometer. Bei einem Preis von rund 25 Cent pro kWh bedeutet das pro 100 Kilometer 17,5 Cent.

7. Wie viel kostet ein Elektrobike?
Die günstigsten Varianten bei Fahrrad-Experten liegen bei etwa 1.700 Euro für ein Elektrobike. Es gibt auch Discounter-Angebote für 700 Euro. Wer aber auf Langlebigkeit und Qualität setzen möchte, sollte sich lieber für den Kauf im Fachhandel entscheiden.

8. Verschleiß bei E-Bike
Bei den beliebten Tretlagermotoren überträgt der Motor die Kraft direkt auf die Fahrradkette, die dadurch einem erhöhten Verschleiß ausgesetzt ist. Profis raten dazu, Kette und Kassette alle 3.000 Kilometer auszutauschen.

9. Recycling: Wohin mit dem Akku?
Akkus von Elektrobikes oder S-Pedelecs, die mehr als 500 Gramm wiegen, dürfen nicht in den herkömmlichen grünen Plastikboxen entsorgt werden. Sie werden gefahrengutrechtlich gelagert. Sowohl Herstellung als auch Entsorgung von Lithium-Ionen-Akkus sind nach wie vor eine Belastung für die Umwelt.

10. Sind Elektrobikes umweltfreundlich?
Wirklich umweltfreundlich ist das Fahren von E-Bikes nur, wenn es tatsächlich Autofahrten oder sogar den Kauf eines Autos ersetzt macht. Wer Pedelecs & Co. als Bequem-Ersatz fürs Normalrad nutzt oder nur als zusätzliches Genussrad, schadet eher der Umwelt und auch der eigenen Gesundheit.

Die Herstellung des Akkus eines Elektrobikes verbraucht etwa so viel Kohlendioxid wie 500 bis 1.000 Kilometer Autofahren. Umso sorgfältiger sollte man den Energiespeicher behandeln und die Angaben der Hersteller beachten.

Elektrofahrräder sind nur dann wirklich umweltfreundlich, wenn sie mit Ökostrom laufen.

Quelle: utopia.de