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	<title>Wirtschaftsauskunftei Bürgel</title>
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	<description>Verbrauchertipps zum Geldsparen.</description>
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	<title>Wirtschaftsauskunftei Bürgel</title>
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		<title>Firmeninsolvenzen sinken um 4,4 Prozent</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexandra Rüsche]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Oct 2015 12:48:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Hamburg - In den ersten sechs Monaten des Jahres 2015 hat sich die Situation bei den Firmeninsolvenzen in Deutschland weiter entspannt. Die Firmenpleiten gingen von Januar bis Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,4 Prozent zurück. Insgesamt mussten 11.729 Unternehmen eine Insolvenz anmelden. </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Hamburg</strong> &#8211; In den ersten sechs Monaten des Jahres 2015 hat sich die Situation bei den Firmeninsolvenzen in Deutschland weiter entspannt. Die Firmenpleiten gingen von Januar bis Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,4 Prozent zurück. Insgesamt mussten 11.729 Unternehmen eine Insolvenz anmelden. So lauten die zentralen Ergebnisse der aktuellen Studie &#8222;Firmeninsolvenzen 1. Halbjahr 2015&#8220; der Wirtschaftsauskunftei Bürgel.</p>
<figure id="attachment_16552" aria-describedby="caption-attachment-16552" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.finanzratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/10/Firmeninsolvenzen.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-16552" src="https://www.finanzratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/10/Firmeninsolvenzen-300x349.jpg" alt="Quellenangabe: &quot;obs/Bürgel Wirtschaftsinformationen&quot;" width="300" height="349" srcset="https://www.finanzratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/10/Firmeninsolvenzen-300x349.jpg 300w, https://www.finanzratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/10/Firmeninsolvenzen-129x150.jpg 129w, https://www.finanzratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/10/Firmeninsolvenzen.jpg 480w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-16552" class="wp-caption-text">Quellenangabe: &#8222;obs/Bürgel Wirtschaftsinformationen&#8220;</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">&#8222;Einen Anstieg der Firmeninsolvenzen auf Jahressicht können wir dennoch nicht mehr komplett ausschließen. Ende des 1. Quartals gingen wir von bis zu 23.000 Firmeninsolvenzen aus. Diese Prognose können wir nicht mehr halten. Aktuell rechnen wir mit bis zu 23.700 Insolvenzen&#8220;, so Bürgel Geschäftsführer Dr. Norbert Sellin. Vor allem im 2. Quartal trübte sich das Insolvenzgeschehen in Deutschland ein. &#8222;Die Zahlen von April bis Juni näherten sich denen des Vorjahres&#8220;, sagt Dr. Sellin. Waren es in den ersten drei Monates des Jahres 2015 noch 5.706 (1. Quartal 2014: 6.190) Firmen, die eine Insolvenz anmelden mussten, erhöhte sich die Zahl im 2. Quartal auf 6.023 (2. Quartal 2014: 6.078). &#8222;Alleine im Juni 2015 gab es knapp 11 Prozent mehr Firmeninsolvenzen&#8220;, erläutert Dr. Sellin.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Gründe für die dennoch rückläufigen Insolvenzen bei den Unternehmen sind weiterhin die stabil gute Binnenkonjunktur und günstige Finanzierungsbedingungen. Der kräftige private Konsum profitiert vom anhaltenden Beschäftigungsaufbau und treibt die Konjunktur an. Die größten Risiken für einen Konjunkturdämpfer in Deutschland bleiben die angespannte Lage im Euroraum und die Sorgen vor den Folgen einer sich möglicherweise abkühlenden Dynamik in den Schwellenländern, allen voran in China.</p>
<p style="text-align: justify;">Im 1. Halbjahr des Jahres 2015 gab es trotz sinkender Firmeninsolvenzzahlen auch negative Entwicklungen. &#8222;Jede Firmeninsolvenz hat eine hohe volkswirtschaftliche Relevanz&#8220;, sagt Dr. Sellin. Insgesamt beliefen sich die durch Insolvenzen verursachten Schäden in den ersten sechs Monaten auf knapp acht Milliarden Euro. Im Durchschnitt entstehen somit Forderungsausfälle von knapp 761.000 Euro pro Insolvenz. Zudem waren über 60.000 Arbeitnehmer von Unternehmensinsolvenzen betroffen.</p>
<p style="text-align: justify;">Zwei weitere Trends der letzten Jahre setzten sich auch 2015 fort. So müssen weiterhin viele Jungunternehmen eine Insolvenz anmelden. Die Firmen, die nur bis zu zwei Jahre am Markt aktiv sind, haben mit 26,9 Prozent (3.160 Insolvenzen) den größten Anteil am Insolvenzgeschehen in Deutschland. Darüber hinaus stiegen die Fallzahlen in dieser Gruppe um zwei Prozent. Es ist der einzige Anstieg bei der Betrachtung des Firmenalters. Gründe für das Scheitern der Gründer sind vorrangig in deren Geschäftsidee zu sehen. Ist diese nicht marktfähig oder werden die Produkte nicht effizient hergestellt, hat das Unternehmen keine Überlebenschance. Eine weitere Ursache liegt in den häufig schwierigen Finanzierungsmöglichkeiten der Jungunternehmen. Zudem machen den Gründern vor allem Marktveränderungen, strategische Fehlentscheidungen und mangelnde fachliche Kompetenz zu schaffen. Eine weitere negative Tendenz setzt sich bei der Analyse der Rechtsformen fort. Die sogenannte Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) bleibt eine risikobehaftete Rechtsform. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Fallzahlen in diesem Segment um 4,9 Prozent auf 1.097 Fälle. Damit macht die UG mittlerweile 9,4 Prozent am Insolvenzgeschehen in Deutschland aus.</p>
<p style="text-align: justify;">Beim Blick auf die einzelnen Bundesländer zeigen sich in Deutschland im 1. Halbjahr 2015 große regionale Unterschiede. Die meisten Firmenpleiten gab es in Nordrhein-Westfalen. Sowohl bei den absoluten Zahlen als auch bei den relativen Insolvenzquoten (Firmeninsolvenzen je 10.000 Unternehmen) belegt das flächenmäßig größte Bundesland die Spitzenposition. 3.798 bzw. 56 Firmen je 10.000 Unternehmen haben in Nordrhein-Westfalen im 1. Halbjahr 2015 eine Insolvenz angemeldet. Damit stammt statistisch knapp jede dritte Insolvenz in Deutschland aus Nordrhein-Westfalen. Hohe Werte bei den absoluten Insolvenzzahlen weisen auch die Bundesländer Bayern (1.453), Baden-Württemberg (959), Niedersachsen (951) und Hessen (814) auf. In Bremen (122), im Saarland (147) und in Mecklenburg-Vorpommern (160) gab es in absoluter Betrachtungsweise die wenigsten Firmeninsolvenzen. Diese Reihenfolge ändert sich, wenn man die Insolvenzquote (Insolvenzen je 10.000 Unternehmen) in den Bundesländern analysiert. Nach Nordrhein-Westfalen (56 Firmeninsolvenzen je 10.000 Unternehmen) sind vor allem die nördlichen Bundesländer von Insolvenzen betroffen. Es folgen Bremen (52), Hamburg und Berlin (je 49) sowie Schleswig-Holstein (46). Am wenigsten Firmenpleiten gab es in den ersten sechs Monaten in Baden-Württemberg (21), Bayern (24) und Thüringen sowie Mecklenburg-Vorpommern (je 26). Im Bundesdurchschnitt mussten 36 von 10.000 Unternehmen eine Insolvenz anmelden.</p>
<p style="text-align: justify;">Der bundesweite Trend sinkender Firmeninsolvenzen zeigt sich nicht in allen Bundesländern. So steigen die Zahlen in Mecklenburg-Vorpommern (plus 8,1 Prozent), Hessen (plus 6,3 Prozent), Berlin (plus 5,7 Prozent), Bayern (plus 5,2 Prozent) und Baden-Württemberg (plus 1,9 Prozent). Der deutlichste Rückgang wurde mit einem Minus von 18,7 Prozent in Niedersachsen registriert. Zweistellig sinken die Werte auch in Brandenburg (minus 18,0 Prozent), Thüringen (minus 15,5 Prozent), Sachsen (minus 15,2 Prozent), Rheinland-Pfalz (minus 14,2 Prozent) und Bremen (minus 10,3 Prozent).</p>
<p style="text-align: justify;">Die drei Rechtsformen, die den Großteil des Insolvenzgeschehens in Deutschland ausmachen sind GmbHs, Gewerbebetriebe bzw. Einzelunternehmen und die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt).</p>
<p style="text-align: justify;">Bürgel Wirtschaftsinformationen GmbH &amp; Co. KG ist in Deutschland eines der führenden Unternehmen für Wirtschafts- und Bonitätsinformationen sowie Inkassodienstleistungen. Bürgel ist ein Tochterunternehmen der Euler Hermes Aktiengesellschaft (Allianz Group) und der EOS Holding GmbH.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Quelle: ots</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Immer mehr ältere Bundesbürger melden Privatinsolvenz an</title>
		<link>https://www.finanzratgeber24.de/aktuell/aktuelle-presseticker/immer-mehr-aeltere-bundesbuerger-melden-privatinsolvenz-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Mar 2015 09:18:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Hamburg. Im Zusammenhang mit der anhaltenden Diskussion um eine drohende Altersarmut in Deutschland hat die Wirtschaftsauskunftei Bürgel die Privatinsolvenzen von Bundesbürgern in der Altersgruppe „61 Jahre und älter“ detailliert ausgewertet. Ein zentrales Ergebnis aus dem vor kurzem veröffentlichten „Schuldenbarometer 2014“ war, dass die Zahl der Privatinsolvenzen in der betrachteten Altersgruppe um 13,9 Prozent auf 10.683 Fälle gestiegen ist. </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify">Hamburg. Im Zusammenhang mit der anhaltenden Diskussion um eine drohende Altersarmut in Deutschland hat die Wirtschaftsauskunftei Bürgel die Privatinsolvenzen von Bundesbürgern in der Altersgruppe „61 Jahre und älter“ detailliert ausgewertet. Ein zentrales Ergebnis aus dem vor kurzem veröffentlichten „Schuldenbarometer 2014“ war, dass die Zahl der Privatinsolvenzen in der betrachteten Altersgruppe um 13,9 Prozent auf 10.683 Fälle gestiegen ist. Der Anstieg in diesem Segment vollzieht sich 2014 zum zweiten Mal in Folge: Im Jahresvergleich 2013/2012 kletterte der Wert bei den Senioren bereits um 8,4 Prozent. In allen anderen Altersgruppen sanken die Privatinsolvenzen – bundesweit um 5,3 Prozent.</p>
<figure id="attachment_10313" aria-describedby="caption-attachment-10313" style="width: 128px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.finanzratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/03/11-privatinsolvenzen-61jahre-pro-bundesland-100000-einwohner-karte.jpg"><img decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-10313" src="https://www.finanzratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/03/11-privatinsolvenzen-61jahre-pro-bundesland-100000-einwohner-karte-128x150.jpg" alt="Quelle: PresseBox." width="128" height="150" /></a><figcaption id="caption-attachment-10313" class="wp-caption-text">Quelle: PresseBox.</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify">Im regionalen Vergleich nimmt Hamburg eine besondere Rolle ein. Auf der einen Seite sinken in der Hansestadt die Privatinsolvenzen in der Altersgruppe „61 Jahre und älter“ am stärksten (minus 12,9 Prozent). Auf der anderen Seite mussten im relativen Vergleich die meisten Privatpersonen in Hamburg eine Insolvenz anmelden (86 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner in der Altersgruppe „61 Jahre und älter“).</p>
<p style="text-align: justify">Niedersachsen verzeichnet mit einem Plus von 23,4 Prozent den stärksten Anstieg. Es folgen Mecklenburg-Vorpommern (plus 21,2 Prozent) und das Saarland (plus 20,8 Prozent).</p>
<p style="text-align: justify">Im relativen Vergleich gab es nach Hamburg die meisten Privatinsolvenzen in Schleswig-Holstein (74 Insolvenzen je 100.000 Einwohner in der Altersgruppe „61 Jahre und älter&#8220;) und Bremen (70). Unter dem Bundesdurchschnitt (49) rangieren Baden-Württemberg (35), Thüringen (36) und Bayern (38).</p>
<p style="text-align: justify">Beim Blick auf die Geschlechter zeigt sich, dass auch bei den älteren Bundesbürgern mehr Männer eine Privatinsolvenz anmelden müssen. 6.299 Insolvenzen in dem Alterssegment wurden von Männern angemeldet (Frauen 4.384).</p>
<p style="text-align: justify">Die Hauptursachen für eine Überschuldung im Alter, die in eine Privatinsolvenz mündet, sind Krankheiten und die damit verbundenen Kosten sowie eine gescheiterte Selbstständigkeit. Die Gründe liegen auch im sinkenden Rentenniveau. Steigende Steuern und Sozialabgaben bei weiter sinkenden Renten werden das Problem verstärken. Zudem trägt der wachsende Niedriglohnsektor dazu bei, dass immer mehr Menschen von Altersarmut bedroht sind.</p>
<p style="text-align: justify">Aufgrund der demografischen Entwicklung wird künftig eine immer größer werdende Bevölkerungsgruppe vor finanziellen Problemen im Alter stehen.</p>
<p style="text-align: justify">Quelle: PresseBox.</p>
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		<item>
		<title>8,8 Prozent der Firmen mit hohem Zahlungsausfallrisiko</title>
		<link>https://www.finanzratgeber24.de/aktuell/aktuelle-presseticker/88-prozent-der-firmen-mit-hohem-zahlungsausfallrisiko/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Feb 2015 09:10:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Hamburg. Deutschland erfreut sich derzeit eines soliden Wirtschaftswachstums. Dennoch: Wie finanzstark und zahlungsfähig, wie robust und widerstandsfähig sind hiesige Firmen tatsächlich aufgestellt? Um diese Fragen zu beantworten, hat die Wirtschaftsauskunftei Bürgel 3.242.801 Unternehmen aller Rechtsformen in Deutschland hinsichtlich ihrer Bonität (Zahlungsfähigkeit) untersucht.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzratgeber24.de/aktuell/aktuelle-presseticker/88-prozent-der-firmen-mit-hohem-zahlungsausfallrisiko/">8,8 Prozent der Firmen mit hohem Zahlungsausfallrisiko</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzratgeber24.de">Finanzratgeber24.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify">Hamburg. Deutschland erfreut sich derzeit eines soliden Wirtschaftswachstums. Dennoch: Wie finanzstark und zahlungsfähig, wie robust und widerstandsfähig sind hiesige Firmen tatsächlich aufgestellt? Um diese Fragen zu beantworten, hat die Wirtschaftsauskunftei Bürgel 3.242.801 Unternehmen aller Rechtsformen in Deutschland hinsichtlich ihrer Bonität (Zahlungsfähigkeit) untersucht.</p>
<p style="text-align: justify">Demnach weisen 286.184 Unternehmen(8,8 Prozent) in Deutschland derzeit ein überdurchschnittlich hohes Zahlungsausfallrisiko auf, sofern die betroffenen Firmen nicht ohnehin schon mit ihren Zahlungen ausgefallen sind. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Zahlungsfähigkeit deutscher Unternehmen“, für die die Wirtschaftsauskunftei Bürgel die Bonität von Unternehmen – von der Kapitalgesellschaft bis hin zum Freiberufler – analysiert hat.</p>
<figure id="attachment_10058" aria-describedby="caption-attachment-10058" style="width: 150px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.finanzratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/02/07-prozentualer-anteil-unternehmen-je-risikoklasse-tabelle-300dpi.jpg"><img decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-10058" src="https://www.finanzratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/02/07-prozentualer-anteil-unternehmen-je-risikoklasse-tabelle-300dpi-150x72.jpg" alt="Quelle: PresseBox." width="150" height="72" /></a><figcaption id="caption-attachment-10058" class="wp-caption-text">Quelle: PresseBox.</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify">Die laut Studie besonders gefährdete Firmengruppe verfügt über einen Bonitätsindex der Schulnote 4,5 bis 6,0. Das bedeutet, dass diese Unternehmen ihren Zahlungsverpflichtungen mit hoher Wahrscheinlichkeit binnen der nächsten zwölf Monate nicht nachkommen können. Allerdings bedeutet der statistische Wert explizit nicht, dass die betroffenen Betriebe alle Insolvenz anmelden müssen. Er sagt lediglich aus, dass die Betroffenen über eine ausgeprägt schwache Bonität verfügen, also hohen Risiken unterworfen sind. Der Großteil (48,2 Prozent) der Unternehmen weist in Deutschland aktuell ein unterdurchschnittliches Ausfallrisiko aus.</p>
<p style="text-align: justify">Der zentrale Indikator der Analyse ist der Bonitätsindex der Unternehmen. Dieser Frühwarnindikator dient zur Beurteilung der Bonität und der Ausfallwahrscheinlichkeit von Unternehmen. Um das Ausfallrisiko von Firmen zu bewerten, prognostiziert der ermittelte Bonitätsindex die Ausfallwahrscheinlichkeit von Unternehmen binnen der nächsten zwölf Monate. Dazu gewichtet die Wirtschaftsauskunftei Unternehmensdaten und berechnet eine Gesamtnote, die die statistische Ausfallwahrscheinlichkeit wiedergibt. Eine 1,0 entspricht hierbei einer sehr guten Zahlungsfähigkeit bzw. einer sehr niedrigen Krisenanfälligkeit; eine 6,0 steht für den (sehr wahrscheinlichen) Zahlungsausfall.</p>
<p style="text-align: justify">Der deutschlandweite, statistische Durchschnitt des Bonitätsindex von Unternehmen liegt bei 2,7 – also bei einer Zahlungsfähigkeit, die der Schulnote gut bis befriedigend und einer durchschnittlichen Ausfallwahrscheinlichkeit entspricht. Der Median, also der Mittelwert für Verteilungen innerhalb der Statistik, liegt bundesweit bei einem Wert von 2,4. Die Ausfallquote der Unternehmen, die binnen zwölf Monaten mit hoher Wahrscheinlichkeit auszufallen drohen oder bereits zahlungsunfähig sind (Bonitätsindex 6,0), liegt bei 4,9 Prozent. Mathematisch entspricht die Ausfallquote dem Anteil der Summe der ausgefallenen Unternehmen (Bonitätsindex 6,0) an der Grundgesamtheit. Ein Unternehmen gilt als ausgefallen, wenn davon ausgegangen werden muss, dass es seinen Zahlungsverpflichtungen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit nicht mehr nachkommen kann.</p>
<p style="text-align: justify">Quelle: PresseBox.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>5,3 Prozent weniger Privatinsolvenzen</title>
		<link>https://www.finanzratgeber24.de/aktuell/aktuelle-presseticker/53-prozent-weniger-privatinsolvenzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Feb 2015 12:46:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
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		<category><![CDATA[Dr. Norbert Selli]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaftsauskunftei Bürgel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hamburg. Die Zahl der Privatinsolvenzen in Deutschland geht weiter zurück. Im Jahr 2014 mussten 115.269 Bundesbürger - Privatpersonen und ehemalige Selbstständige - eine private Insolvenz anmelden. Dieser Wert entspricht einem Rückgang um 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzratgeber24.de/aktuell/aktuelle-presseticker/53-prozent-weniger-privatinsolvenzen/">5,3 Prozent weniger Privatinsolvenzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzratgeber24.de">Finanzratgeber24.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify">Hamburg. Die Zahl der Privatinsolvenzen in Deutschland geht weiter zurück. Im Jahr 2014 mussten 115.269 Bundesbürger &#8211; Privatpersonen und ehemalige Selbstständige &#8211; eine private Insolvenz anmelden. Dieser Wert entspricht einem Rückgang um 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.</p>
<p style="text-align: justify">Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie &#8222;Schuldenbarometer 2014&#8220; der Wirtschaftsauskunftei Bürgel. &#8222;Wir beobachten zum vierten Mal in Folge einen Rückgang bei den Privatinsolvenzen und den niedrigsten Stand seit 2005&#8220;, kommentiert Dr. Norbert Sellin die Zahlen. Der Bürgel Geschäftsführer begründet den erneuten Rückgang mit der positiven Konjunktur und der weiterhin niedrigen Arbeitslosenquote.</p>
<p style="text-align: justify">Den bundesweiten Rückgang der Privatinsolvenzen beurteilt Bürgel positiv &#8211; auch wenn eine negative Entwicklung erkennbar ist: Für die Altersgruppe &#8222;61 Jahre und älter&#8220; sind die Aussichten getrübt. Hier kletterte die Zahl der Privatinsolvenzen im vergangenen Jahr gegenüber 2013 um 13,9 Prozent auf 10.683 Fälle. Mit anderen Worten: 9,3 Prozent aller Privatpleiten gehen mittlerweile auf das Konto dieser Altersgruppe. Der Anstieg in diesem Segment vollzieht sich 2014 zum zweiten Mal in Folge: Im Jahresvergleich 2013/2012 kletterte der Wert bei den Senioren bereits um 8,4 Prozent.</p>
<figure id="attachment_9524" aria-describedby="caption-attachment-9524" style="width: 129px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.finanzratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/02/privatinsolvenzenbuergel.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-9524" src="https://www.finanzratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/02/privatinsolvenzenbuergel-129x150.jpg" alt="Quelle: &quot;obs/Bürgel Wirtschaftsinformationen&quot;." width="129" height="150" srcset="https://www.finanzratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/02/privatinsolvenzenbuergel-129x150.jpg 129w, https://www.finanzratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/02/privatinsolvenzenbuergel-300x348.jpg 300w, https://www.finanzratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/02/privatinsolvenzenbuergel.jpg 620w" sizes="auto, (max-width: 129px) 100vw, 129px" /></a><figcaption id="caption-attachment-9524" class="wp-caption-text">Quelle: &#8222;obs/Bürgel Wirtschaftsinformationen&#8220;.</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify">Am meisten Privatinsolvenzen pro Bundesland nach den absoluten Zahlen ereigneten sich im bevölkerungsreichsten Flächenland Nordrhein-Westfalen. Hier wurden im vergangenen Jahr 28.390 Privatpersonen zahlungsunfähig. Fünfstellige Werte melden aber auch Niedersachsen (14.589 Fälle), Bayern (13.000) und Baden-Württemberg (10.641).</p>
<p style="text-align: justify">Bei der differenzierteren Betrachtung nach Privatinsolvenzen, bezogen auf die Einwohnerdichte, zeichnet sich indes ein starkes Nord-Süd-Gefälle ab. Demnach verbuchen insbesondere die nördlichen Bundesländer eine hohe Zahl an Privatpleiten &#8211; allen voran Bremen mit 244 Fällen je 100.000 Einwohner. Es folgen Hamburg mit 195 Privatinsolvenzen pro 100.000 Einwohner, Schleswig-Holstein (189) und Niedersachsen (187). Am wenigsten Insolvenzen ereigneten sich 2014 in Baden-Württemberg mit 100 Insolvenzen je 100.000 Einwohner und Bayern (103). Auch in Thüringen (117 Fälle je Einwohner), Hessen (127) und Sachsen (133) lagen die Werte unter dem Bundesdurchschnitt von 143 Insolvenzen je 100.000 Einwohner.</p>
<p style="text-align: justify">Der Trend sinkender Fallzahlen bei den Privatschuldnern zieht sich auch 2014 &#8211; mit einer Ausnahme &#8211; durch alle Bundesländer. Einzig in Mecklenburg-Vorpommern legt die Quote im Jahr 2014 um 1,9 Prozent zu. Am stärksten, um 16,9 Prozent, sanken indes die Fallzahlen in Sachsen-Anhalt. Wie in den letzten Jahren, meldeten auch 2014 wieder mehr Männer als Frauen Privatinsolvenz an. Diese Aussage trifft sowohl bei den absoluten als auch bei den relativen Zahlen zu. Auf das Konto von Männern gingen 2014 insgesamt 68.392 Privatinsolvenzen bzw. 173 Insolvenzen je 100.000 männliche Einwohner. Dem gegenüber stehen 46.877 Frauen (114 je 100.000 weibliche Einwohner), die eine private Insolvenz anmelden mussten.</p>
<p style="text-align: justify">Bei den Altersgruppen sind die Zahlen in fast allen Segmenten rückläufig &#8211; mit minus 18 Prozent am deutlichsten bei den 21- bis 30-Jährigen. Einzig in der Gruppe &#8222;61 Jahre und älter&#8220; schnellt die Insolvenzstatistik gegenüber 2013 um 13,9 Prozent nach oben.</p>
<p style="text-align: justify">Dass laut der aktuellen Bürgel Statistik insbesondere Menschen im Rentenalter zu den Personen zählen, die Privatinsolvenz anmelden müssen, rührt daher, dass deren Einkommen bzw. Renten in vielen Fällen nicht ausreichen. Folglich gerät diese Altersgruppe zunehmend in finanzielle Notlagen. Viele dieser Bürger sind auf eine Grundsicherung angewiesen. Um finanziellen Engpässen und Schulden zu begegnen, haben in den letzten Jahren Senioren vermehrt Minijobs angenommen. Helfen diese Maßnahmen nicht und wird die finanzielle Notlage zu groß, dann mündet die Situation oftmals in eine Privatinsolvenz. Die Ursachen für Altersarmut und Privatinsolvenzen der Gruppe &#8222;61 Jahre und älter&#8220; liegen auch im sinkenden Rentenniveau begründet. Steigende Steuern und Sozialabgaben bei weiter sinkenden Renten werden das Problem verstärken. Der wachsende Niedriglohnsektor, aber auch Krankheiten und die damit verbundenen Kosten tragen dazu bei, dass immer mehr Menschen von Altersarmut bedroht sind.</p>
<p style="text-align: justify">Aufgrund der demografischen Entwicklung wird künftig eine immer größer werdende Bevölkerungsgruppe vor finanziellen Problemen im Alter stehen.</p>
<p style="text-align: justify">Im laufenden Jahr 2015 geht Bürgel von 110.000 bis 115.000 Privatinsolvenzen in Deutschland aus. &#8222;Möglicherweise führt insbesondere die im Juli 2014 in Kraft getretene Verkürzung der Dauer bis zur Restschuldbefreiung zu mehr Insolvenzverfahren im laufenden Jahr&#8220;, sagt Bürgel Geschäftsführer Sellin. Hintergrund der Neuerung: Privatpersonen können bereits nach drei Jahren die sogenannte Restschuldbefreiung erlangen, anstatt eine Frist von sechs Jahren abwarten zu müssen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist die Befreiung von Schulden also schneller als bislang möglich. Allerdings müssen die Betroffenen dann 35 Prozent ihrer Schulden innerhalb von drei Jahren tilgen und zusätzlich die Verfahrenskosten übernehmen.</p>
<p style="text-align: justify">Die wesentlichen Ursachen von Privatinsolvenz hängen immer an der Einkommenssituation. Vorrangig tragen Arbeitslosigkeit, Wachstum des Niedriglohnsektors, reduzierte Arbeitszeiten, aber auch Veränderungen in der familiären Situation, etwa Scheidung oder Trennung, zur Verschärfung der Privatverschuldung bei. Weitere Faktoren sind gescheiterte Selbstständigkeit, Arbeitsunfähigkeit bzw. Krankheit und ein zum Einkommen unpassendes Konsumverhalten. Das Gros der Privatpersonen steht vor allem bei Kreditinstituten, Versandhändlern, Versicherungen, Behörden, Vermietern, Energieversorgern und Telefongesellschaften in der Kreide.</p>
<p style="text-align: justify">Quelle: ots.</p>
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		<title>Zahlungsmoral der Unternehmen in Deutschland sinkt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Nov 2014 10:30:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Hamburg. 17,5 Prozent der Unternehmen in Deutschland beglichen ihre Rechnungen im August 2014 verspätet oder gar nicht. Die August-Quote, die gegenüber dem Monat September 2013 um 5,7 Prozent stieg, steht für den schlechtesten Wert innerhalb der vergangenen zwölf Monate. </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify">Hamburg. 17,5 Prozent der Unternehmen in Deutschland beglichen ihre Rechnungen im August 2014 verspätet oder gar nicht. Die August-Quote, die gegenüber dem Monat September 2013 um 5,7 Prozent stieg, steht für den schlechtesten Wert innerhalb der vergangenen zwölf Monate. Zu diesen Ergebnissen kommt die Gemeinschaftsstudie “Zahlungsmoral deutscher Unternehmen” von EOS Deutschland B2B, Spezialist für das Management von Zahlungsrisiken, und der Wirtschaftsauskunftei Bürgel. Die Studie analysiert mittlerweile zum dritten Mal das Zahlungsverhalten von knapp 470.000 Unternehmen in Deutschland innerhalb der vergangenen zwölf Monate.</p>
<figure id="attachment_6825" aria-describedby="caption-attachment-6825" style="width: 250px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-6825" src="https://www.finanzratgeber24.de/wp-content/uploads/2014/11/firmenmitueberfaelligenforderungenjebundeslandbuergeleos-250x290.jpg" alt="Quelle: &quot;obs/Bürgel Wirtschaftsinformationen&quot;" width="250" height="290" srcset="https://www.finanzratgeber24.de/wp-content/uploads/2014/11/firmenmitueberfaelligenforderungenjebundeslandbuergeleos-250x290.jpg 250w, https://www.finanzratgeber24.de/wp-content/uploads/2014/11/firmenmitueberfaelligenforderungenjebundeslandbuergeleos-250x290-129x150.jpg 129w" sizes="auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px" /><figcaption id="caption-attachment-6825" class="wp-caption-text">Quelle: &#8222;obs/Bürgel Wirtschaftsinformationen&#8220;</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify">Zahlungsmoral in Deutschland sinkt</p>
<p style="text-align: justify">Die Studienautoren heben bei ihrer Untersuchung insbesondere zwei zentrale Ergebnisse hervor: Einerseits erreichte die Spät- bzw. Nichtzahlerquote mit 17,5 Prozent den schlechtesten Wert innerhalb der letzten zwölf Monate. Anderseits sank der Durchschnittswert der Überfälligkeitstage der Rechnungen. So lag die statistische Zahlungsverspätung im Deutschlandschnitt laut EOS und Bürgel bei 22 Tagen im August 2014. Im September 2013 zahlten Firmen die Rechnungen noch 24 Tage zu spät. “Mehr Unternehmen zahlen ihre Rechnungen aktuell verspätet. Wir beobachten vermehrt ein liquiditätsschonendes Verhalten seitens der Unternehmen zulasten der Lieferanten”, kommentiert EOS Deutschland B2B Geschäftsführer Stephan Spieckermann die aktuellen Zahlen. “Ein Großteil der Unternehmen hat keine Zahlungsprobleme – sie können zahlen, tun dies aber bewusst verspätet mit dem Ziel, das Geld solange wie möglich zu halten. Es sinkt die Zahlungswilligkeit der Unternehmen – nicht die Zahlungsfähigkeit”, ergänzt Bürgel Geschäftsführer Dr. Norbert Sellin.</p>
<p style="text-align: justify">Deutschlands Unternehmen gewähren ihren Gläubigern im Durchschnitt ein Zahlungsziel von 26 Tagen, das überwiegend auch eingehalten wird. Bei Nicht- oder Spätzahlern müssen Unternehmen jedoch im Schnitt 48 Tage auf ihr Geld warten. “Für die Unternehmen bedeutet das Verhalten, dass sie ungefähr doppelt so lange auf ihr Geld warten müssen als ursprünglich einkalkuliert. Damit werden sie unfreiwillig zur Bank ihrer Kunden”, so Dr. Sellin. Dieses Verhalten gehe oft zu Lasten der mittelständischen und kleingewerblichen Betriebe, denn Liquiditätsmangel, z.B. ausgelöst durch verspätet oder nicht bezahlten Rechnungen, gilt als eine der häufigsten Insolvenzursachen. Zudem bedeutet eine durch den Kunden oder Auftraggeber nicht oder zu spät gezahlte Rechnung höheren Verwaltungsaufwand und zusätzliche Kosten. Im schlimmsten Fall entwickelt sich ein Teufelskreis, da Unternehmen durch verspätet gezahlte Rechnungen länger als geplant auf Geld verzichten müssen. Kleine Unternehmen können bei zögerlichem Zahlungsverhalten ihrer Kunden dadurch selbst in die wirtschaftliche Schieflage geraten.</p>
<p style="text-align: justify">Deutschland mit bester Zahlungsmoral in Europa</p>
<p style="text-align: justify">Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen in Europa sind aktuell sehr unterschiedlich. Die Herbst-Konjunkturprognose erwartet nur noch 0,8 Prozent Wachstum für die Euro-Zone statt der im Frühjahr vorhergesagten 1,2 Prozent. Laut neuesten Zahlen der EU-Kommission wird die deutsche Wirtschaftsleistung auch im dritten Quartal stagnieren, nachdem sie im zweiten Quartal um 0,2 Prozent gesunken ist – damit sehen die Ökonomen Europas größte Volkswirtschaft am Rande der Rezession. Beim internationalen Vergleich der Zahlungsmoral nehmen deutsche Unternehmen aber eine Vorreiterrolle ein und verzeichnen die beste Zahlungstreue in Europa. Weitaus schlechter fällt dieser Wert etwa in Griechenland (29 Prozent Spät- oder Nichtzahlerquote), Großbritannien (29 Prozent), Belgien und Polen (27 Prozent), Russland (26 Prozent), Spanien (25 Prozent) und Frankreich (24 Prozent) aus . Dies belegt eine weitere EOS Studie, die regelmäßig das Zahlungsverhalten in Europa untersucht.</p>
<p style="text-align: justify">Bundesländervergleich: Ostdeutsche Firmen mit besserer Zahlungsmoral</p>
<p style="text-align: justify">Innerhalb Deutschlands schwankt die Zahlungsmoral von Firmen je nach Bundesland. Am besten schneiden Unternehmen in Sachsen ab. Im August 2014 zahlten lediglich 13,1 Prozent der dortigen Firmen ihre Rechnungen nicht oder verspätet. Aber auch in Thüringen (13,2 Prozent), Sachsen-Anhalt (14,9 Prozent), Schleswig-Holstein (15,7 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (16,2 Prozent) rangiert die Quote der Nicht- und Spätzahler im August 2014 unterhalb des bundesweiten Durchschnittswerts. Am schlechtesten schneiden Firmen im Saarland im August 2014 mit einer Nicht- bzw. Spätzahlerquote von 22,3 Prozent ab – dicht gefolgt von Unternehmen in Berlin (21,4 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (20,4 Prozent).</p>
<p style="text-align: justify">Prozentuale Veränderung: Situation in Berlin und Brandenburg verschlechtert</p>
<p style="text-align: justify">Laut Studie hat sich der Anteil der im Bundesgebiet tätigen Firmen, die ihre Rechnungen nicht innerhalb des Zahlungsziels begleichen, im Berichtszeitraum um 5,7 Prozent erhöht. Deutliche Anstiege melden vor allem Berlin (plus 14,8 Prozent) und Brandenburg (plus 11,6 Prozent). Nur in drei Bundesländern ist der Trend rückläufig: Während der Anteil der schlecht bzw. zu spät zahlenden Firmen in Hamburg um 3,5 Prozent zurückging, sank die Quote in Bremen um 1,6 Prozent und im Saarland um 0,5 Prozent.</p>
<p style="text-align: justify">Durchschnittliche Überfälligkeitstage: Schlusslicht Saarland bessert nach</p>
<p style="text-align: justify">Die statistische Zahlungsverspätung im Deutschlandschnitt liegt laut EOS und Bürgel bei 22 Tagen im August 2014. Am stärksten überziehen Unternehmen im Saarland die Zahlungsziele – im Schnitt um 28 Tage. In Bayern liegt der Überziehungszeitraum der Unternehmen bei lediglich 19 Tagen – und damit drei Tage unter dem Bundesdurchschnitt.</p>
<p style="text-align: justify">Rechtsform: AGs sind notorische Spätzahler</p>
<p style="text-align: justify">Beim Blick auf die Rechtsformen zeigt sich, dass Aktiengesellschaften zu 35 Prozent die Rechnungen nicht fristgerecht zahlen. “Gerade größere Unternehmen nutzen ihre Marktmacht aus und begleichen ihre Rechnungen bewusst verspätet”, kommentiert Spieckermann. Fast genauso hoch ist bei den Zahlungsverzögerungen der Anteil unter den GmbHs (29 Prozent).</p>
<p style="text-align: justify">Es folgt die Rechtsform UG (haftungsbeschränkt): Im August 2014 umging mehr als jede fünfte Firma dieser Rechtsform eine pünktliche Zahlung (22,3 Prozent).</p>
<p style="text-align: justify">Es gibt jedoch einen großen Unterschied zwischen den UGs und den AGs bzw. GmbHs. Während die beiden letztgenannten Rechtsformen zu großen Teilen Rechnungen bewusst verspätet begleichen, gilt die UG als Problemrechtsform. In vielen Fällen kann die Rechnung nicht bezahlt werden.</p>
<p style="text-align: justify">Branchen: Wasserversorger verzögern Zahlungen</p>
<p style="text-align: justify">Das Zahlungsverhalten nach Wirtschaftszweig gestaltet sich heterogen. Die größten Ausreißer im negativen Sinne verursachen die Wasserver- und -entsorger. Hier zahlten im August 2014 nur zwei von drei Unternehmen pünktlich (29,6 Prozent Spätzahler). Ähnlich hohe Werte haben EOS und Bürgel bei Bergbaufirmen (24,9 Prozent Spätzahler) und Logistikunternehmen (24,5 Prozent) identifiziert. Hingegen beglich bei der öffentlichen Verwaltung nur jede 15. Behörde (6,7 Prozent) Zahlungen nicht oder zu spät.</p>
<p style="text-align: justify">Ursachen schlechter Zahlungsmoral</p>
<p style="text-align: justify">Die Gründe für Zahlungsverzögerungen sind vielfältig. Seitens der Unternehmen, die ihre Rechnungen verspätet bezahlen, werden am häufigsten die folgenden Ursachen genannt:</p>
<p style="text-align: justify">Momentaner Liquiditätsengpass<br />
Zahlungsausfälle bei eigenen Kunden<br />
Mangelnde Professionalisierung bei der Rechnungsbearbeitung<br />
Vorsätzliches Nichtbezahlen<br />
Aktuelle Konjunktur<br />
Ausnutzen von Lieferantenkrediten<br />
Insolvenz<br />
Technische Gründe (z.B. neue IT-Systeme)</p>
<p style="text-align: justify"><em>Quelle: ots</em></p>
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