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	<title>Zahlungsverhalten</title>
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	<description>Verbrauchertipps zum Geldsparen.</description>
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		<title>Warnung vor Betrugsmasche »Fake-Inkasso«</title>
		<link>https://www.finanzratgeber24.de/aktuell/warnung-vor-betrugsmasche-fake-inkasso/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexandra Rüsche]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jan 2016 15:06:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zahlungsverhalten von Senioren wird sich verschlechtern Berlin – Gute Konjunktur und Rekordbeschäftigung bescheren der deutschen Wirtschaft zum Jahresauftakt eine robuste Zahlungsmoral von Unternehmen und Verbrauchern. In der BDIU-Mitgliederumfrage melden 90 Prozent der Inkasso­unternehmen, dass Rechnungen jetzt genauso gut oder besser als vor sechs Monaten gezahlt werden – der beste Wert seit Beginn der Umfragen vor &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Zahlungsverhalten von Senioren wird sich verschlechtern</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Berlin</strong> – Gute Konjunktur und Rekordbeschäftigung bescheren der deutschen Wirtschaft zum Jahresauftakt eine robuste Zahlungsmoral von Unternehmen und Verbrauchern. In der BDIU-Mitgliederumfrage melden 90 Prozent der Inkasso­unternehmen, dass Rechnungen jetzt genauso gut oder besser als vor sechs Monaten gezahlt werden – der beste Wert seit Beginn der Umfragen vor 20 Jahren. Die Unternehmensinsolvenzen sinken auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren. Der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. erwartet bis Ende 2016 maximal 22.500 Firmenpleiten.</p>
<p style="text-align: justify;">Trotzdem haben manche Branchen säumige Zahler – besonders der Onlinehandel. Jeder zweite Rechtsdienstleister berichtet in der Umfrage, dass Kunden von On­lineshops Rechnungen nicht wie vereinbart begleichen. Vor einem Jahr monierten das nur 37 Prozent. BDIU-Präsident Wolfgang Spitz: »Beim beliebten Kauf auf Rechnung treten Händler in Vorleistung. Manchmal haben sie es mit unredlichen Verbrauchern zu tun, die das für sich ausnutzen. Vor allem in Konsumbranchen gibt es aktuell vermehrt Probleme beim Zahlungsverhalten der Kunden.«</p>
<p style="text-align: justify;">47 Prozent der Inkassounternehmen melden, dass Kunden von Energieversorgungsunternehmen säumig sind (Vorjahr: 36 Prozent). Probleme gibt es auch im Handwerk (37 Prozent), bei Fitnessstudios (35 Prozent) sowie in der Dienstleistungsbranche allgemein (34 Prozent).</p>
<p style="text-align: justify;">»Das Hauptproblem für Gläubiger bleibt auch im neuen Jahr das Thema Überschuldung«, erklärt Marion Kremer, Vizepräsidentin des BDIU. 73 Prozent der Inkassounternehmen melden, dass Privatkunden deswegen nicht zahlen (Vorjahr: 78 Prozent), 39 Prozent nennen Arbeitslosigkeit (56 Prozent). Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen sinkt aber deutlich. Für 2015 geht der BDIU von etwa 80.000 Verfahren aus (Vorjahr: 86.298). 2016 wird deren Zahl weiter auf voraussichtlich 76.000 Verfahren fallen. Dennoch gibt es immer noch einige Gefahren. So melden jetzt 57 Prozent der Inkassounternehmen, dass Privatschuldner ihre Zahlungen mit Absicht verzögern – letztes Jahr hatten das nur 48 Prozent berichtet. Kremer: »Offenbar werden Verbraucher bei ihren Konsumausgaben risikofreudiger und zugleich nachlässiger, was ihre Rechnungstreue angeht.« Ein weiteres Alarmsignal: Mehr als jedes fünfte Inkassounternehmen geht davon aus, dass sich die Zahlungsmoral im Laufe des Jahres 2016 verschlechtern wird.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Gegen den Trend: Öffentliche Hand zahlt schlechter</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Kritik üben die Forderungsmanager am Zahlungsverhalten der öffentlichen Hand. Laut 83 Prozent der Umfrageteilnehmer ist deren Rechnungstreue unverändert, 14 Prozent haben sogar eine weitere Verschlechterung beobachtet. BDIU-Präsident Wolfgang Spitz: »Die öffentliche Hand ist ein schlechter Zahler und ein großzügiger Gläubiger. Etwa jede zehnte Forderung der Städte und Gemeinden wird nicht zeitnah beglichen. Letztes Jahr hatten alleine Städte und Gemeinden in Deutschland Außenstände in Höhe von mehr als 20 Milliarden Euro.«</p>
<p style="text-align: justify;">Einige Kommunen in Nordrhein-Westfalen wollen jetzt mit Inkassounternehmen zusammenarbeiten, um ihre Außenstände zu reduzieren. So will die Ruhrgebietsstadt Essen bei niedergeschlagenen Forderungen – also solchen, bei denen die Stadt mit eigenen Mahnaktivitäten und Vollstreckungsversuchen ins Leere gelaufen ist – künftig private Rechtsdienstleister beauftragen. »Das ist der richtige Ansatz, wir begrüßen das sehr«, sagt Spitz. Auch andere Kommunen in NRW, darunter der Rhein-Erft-Kreis, die Stadt Xanten oder die Stadt Kerpen, haben entweder angekündigt, mit Inkassounternehmen zusammenzuarbeiten, oder tun das bereits.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Betrugsproblem »Fake-Inkasso«</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Immer häufiger wenden sich Betroffene an den BDIU, die von sogenanntem Fake-Inkasso betroffen sind: Sie haben einen gefälschten Inkassobrief oder eine E-Mail empfangen. »Sehr oft erhalten ältere Mitbürger solche Anschreiben. Offenbar soll deren Arglosigkeit ausgenutzt werden«, klagt BDIU-Chef Spitz. Bei jedem vierten Inkassounternehmen haben sich laut der Umfrage schon einmal Verbraucher deswegen gemeldet. Jedes achte Inkassounternehmen war in den letzten zwölf Monaten zudem selbst von »Fake-Inkasso« betroffen. Spitz: »Bei vielen dieser Betrüger führt die Spur nach Südosteuropa. Wir brauchen dringend einen besseren Austausch der Behörden auch über die Landesgrenzen hinweg – um die Verbraucher in Deutschland und die seriösen Inkassounternehmen hierzulande vor solchen Betrugsversuchen zu schützen.«</p>
<p style="text-align: justify;">Die allermeisten Inkassofälle, so Spitz, würden völlig beanstandungsfrei durchgeführt. »Pro Jahr bearbeiten BDIU-Mitglieds­un­ternehmen etwa 20 Millionen außergerichtliche Mahnungen. In unserer Beschwerdestelle hat es in den letzten zwölf Monaten aber nur rund 500 Anfragen gegeben. Das zeigt, wie verantwortungsvoll und seriös unsere Mitglieder handeln.«</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Jüngere Verbraucher zahlen schlechter als Erwachsene</strong></p>
<p style="text-align: justify;">In der Umfrage haben sich die Inkassounternehmen zum Zahlungsverhalten unterschiedlicher Altersgruppen geäußert. »Aktuell haben vor allem jüngere Verbraucher ein schlechteres Zahlungsverhalten«, berichtet Marion Kremer. Oft liege das Problem bereits in der Familie begründet. Etwa jeder zehnte private Haushalt in Deutschland hat nachhaltige finanzielle Schwierigkeiten. »Kinder, die in einer solchen Umgebung aufwachsen, erleben selbst, dass ihre Eltern unverantwortlich mit Geld umgehen.« 70 Prozent der Inkassounternehmen bestätigen: Junge Schuldner eifern einem schlechten Vorbild ihres Elternhauses nach. Kremer sieht daher auch die Allgemeinheit in der Verantwortung. »Das Herausbilden von Finanzkompetenz muss ein unbedingter und fester Bestandteil des Lehrplans an unseren Schulen und Ausbildungsstätten sein.« Kremer regt dazu die Schaffung eines eigenen Schulfaches an. »Wir als Inkassounternehmen sind gerne dazu bereit, unsere Erfahrung in die Ausgestaltung entsprechender Lehrmaterialien einzubringen.«</p>
<p style="text-align: justify;">Junge Schuldner zwischen 18 und 24 Jahren haben nach Erfahrung der Inkassodienstleister Verbindlichkeiten bei Telekommunikationsunternehmen (90 Prozent bestätigen das in der Umfrage), bei Onlinehändlern (83 Prozent) sowie bei Fitnessstudios (59 Prozent). Bei Schuldnern der mittleren Altersgruppe zwischen 25 und 59 sind es vor allem Verbindlichkeiten bei Banken und Finanzdienstleistern (81 Prozent), bei Energieversorgern (65 Prozent) und Telekommunikationsverbindlichkeiten (61 Prozent). Schuldner 60 plus stehen dagegen mehrheitlich bei Banken in der Kreide (69 Prozent bestätigen das) sowie bei Vermietern (52 Prozent) und Energieversorgen (52 Prozent). Auf Platz vier (47 Prozent) folgen offene Rechnungen für Ausgaben rund um Gesundheitsbelange.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Zahlungsverhalten von Senioren:</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Vorboten einer Altersarmut?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">»Aktuell ist die Zahlungsmoral älterer Verbraucher noch vorbildlich«, so BDIU-Präsident Wolfgang Spitz. Bezogen auf die nächsten fünf Jahre sind die Inkassounternehmen aber sehr pessimistisch. 72 Prozent erwarten, dass dann ältere Schuldner ihre Rechnungen schlechter bezahlen werden als heute.</p>
<p style="text-align: justify;">Spitz: »Unsere Gesellschaft wird immer älter. Für einige werden die Renten wohl künftig nicht mehr ausreichen, sodass sie ihren gewohnten Lebensstandard nicht mehr halten können, und es ist zu befürchten, dass sich das auch auf das Zahlungsverhalten der über 60-Jäh­rigen negativ auswirken wird. Hier warten für unsere Gesellschaft neue Herausforderungen, die wir so in dieser Form noch nicht gekannt haben.«</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Quelle: Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V.</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Jedes sechste Unternehmen zahlt Rechnungen verspätet</title>
		<link>https://www.finanzratgeber24.de/aktuell/jedes-sechste-unternehmen-zahlt-rechnungen-verspaetet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexandra Rüsche]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2015 12:55:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hamburg - Die Unternehmen in Deutschland machen derzeit gute Erfahrungen mit dem Zahlungsverhalten ihrer Kunden. 16,5 Prozent der Unternehmen beglichen ihre Rechnungen im Mai 2015 verspätet oder gar nicht. Im Juni 2014 lag die Quote der Nicht- oder Spätzahler noch bei 17,5 Prozent.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Hamburg</strong> &#8211; Die Unternehmen in Deutschland machen derzeit gute Erfahrungen mit dem Zahlungsverhalten ihrer Kunden. 16,5 Prozent der Unternehmen beglichen ihre Rechnungen im Mai 2015 verspätet oder gar nicht. Im Juni 2014 lag die Quote der Nicht- oder Spätzahler noch bei 17,5 Prozent. Von Juni 2014 bis Mai 2015 erreichte die Zahlungsmoral der Firmen im Februar und März 2015 den besten Wert: Lediglich 16,0 Prozent der Firmen kamen den Zahlungsverpflichtungen verspätet oder gar nicht nach &#8211; der Rest überwies innerhalb des Zahlungsziels. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie &#8222;Zahlungsmoral deutscher Unternehmen&#8220; der Wirtschaftsauskunftei Bürgel. Die Studie analysiert mittlerweile zum vierten Mal das Zahlungsverhalten von knapp 470.000 Unternehmen in Deutschland innerhalb der vergangenen zwölf Monate.</p>
<figure id="attachment_14442" aria-describedby="caption-attachment-14442" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.finanzratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/07/Zahlungen-Deutschland.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-14442" src="https://www.finanzratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/07/Zahlungen-Deutschland-300x348.jpg" alt="Quellenangabe: &quot;obs/BÜRGEL Wirtschaftsinformationen GmbH &amp; Co. KG&quot;" width="300" height="348" srcset="https://www.finanzratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/07/Zahlungen-Deutschland-300x348.jpg 300w, https://www.finanzratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/07/Zahlungen-Deutschland-129x150.jpg 129w, https://www.finanzratgeber24.de/wp-content/uploads/2015/07/Zahlungen-Deutschland.jpg 620w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-14442" class="wp-caption-text">Quellenangabe: &#8222;obs/BÜRGEL Wirtschaftsinformationen GmbH &amp; Co. KG&#8220;</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">&#8222;Den Unternehmen in Deutschland geht es zurzeit recht gut. Dies spiegelt sich auch in der positiven Zahlungsmoral der Unternehmen wider. Die Firmen profitieren weiterhin von der guten Binnenkonjunktur, die vor allem durch den privaten Konsum und vorteilhaften Finanzierungsbedingungen gestützt wird. Trotzdem kommt es bei knapp jedem sechsten Unternehmen zu Zahlungsverzögerungen. Einfach ausgedrückt: Ein Unternehmen, das 100 Rechnungen schreibt, muss davon ausgehen, dass im Durchschnitt 16,5 Rechnungen nicht fristgerecht bezahlt werden. Eine durch den Kunden oder Auftraggeber nicht bezahlte Rechnung zieht einen erheblichen Verwaltungsaufwand, Ärger und zusätzliche Kosten nach sich&#8220;, sagt Bürgel Geschäftsführer Dr. Norbert Sellin zu den aktuellen Zahlen. &#8222;Das größte Risiko für die Unternehmen besteht weiterhin in der Entwicklung des Euroraums. Es ist durchaus denkbar, dass sich die Zahlungsmoral der Unternehmen im Jahresverlauf verschlechtert&#8220;, so Dr. Sellin.</p>
<p style="text-align: justify;">Leichte Ansätze eines nachlässigeren Zahlungsverhaltens der Firmen sind schon in den letzten Monaten zu erkennen gewesen. &#8222;So verschlechterte sich die Zahlungsbereitschaft der Unternehmen von April auf Mai um 2,9 Prozent.&#8220;</p>
<p style="text-align: justify;">Die meisten Firmen mit überfälligen Forderungen gibt es im Saarland. Hier lag die Quote der Unternehmen, die ihre Rechnungen verspätet oder gar nicht bezahlen, im Mai 2015 bei 22,1 Prozent. Ebenfalls hohe Werte lieferten Berlin (20,5 Prozent Firmen mit Überfälligkeiten), Bremen (19,6 Prozent), Nordrhein-Westfalen (18,9 Prozent) und Niedersachsen (18,2 Prozent). Die beste Zahlungsmoral haben Unternehmen in Sachsen. Hier liegt die Spät- bzw. Nichtzahlerquote bei 12,9 Prozent. Auch in Thüringen (13,4 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (14,6 Prozent), Bayern (14,8 Prozent) und Schleswig-Holstein (15,0 Prozent) liegt die Zahlungsmoral der Firmen über dem Bundesdurchschnitt. Die Zahlungsverspätungen in Deutschland liegen laut Bürgel bei durchschnittlich 22 Tagen im Mai 2015. Bei einem Zahlungsziel von 26 Tagen warten Unternehmen bei Nicht-oder Spätzahlern im Durchschnitt folglich 48 Tage auf ihr Geld. &#8222;Für die Unternehmen bedeutet dieses Verhalten, dass sie knapp doppelt so lange auf ihr Geld warten müssen als ursprünglich einkalkuliert. Damit werden sie unfreiwillig zur Bank ihrer Kunden&#8220;, so Dr. Sellin. Betriebe und Unternehmen jeder Größenordnung sind darauf angewiesen, dass ihre Produkte oder Dienstleistungen umgehend bezahlt werden. Eine durch den Kunden oder Auftraggeber nicht bezahlte Rechnung zieht einen erheblichen Verwaltungsaufwand, Ärger und zusätzliche Kosten nach sich. Zudem droht im schlimmsten Fall ein kompletter Ausfall der Forderung.</p>
<p style="text-align: justify;">Den deutlichsten Zahlungsverzug haben Unternehmen in Berlin. In der Hauptstadt zahlen die Firmen im Schnitt mit 32,4 Tagen Verspätung. Viele Überfälligkeitstage leisten sich zudem die Unternehmen in Brandenburg (25,8 Tage), Hamburg (23,7 Tage) und Bremen (23,6 Tage). Schneller kommen die Firmen in Bayern an ihr Geld. Unternehmen, die zu spät zahlen, tun dies im Schnitt 18,7 Tage zu spät. In Hessen waren es 19,7 Tage und in Schleswig-Holstein 19,8 Tage.</p>
<p style="text-align: justify;">Laut Bürgel hat sich der Anteil der Firmen, die ihre Rechnungen nicht oder verspätet bezahlen, im 12-monatigen Untersuchungszeitraum um 6,1 Prozent verringert. Die verbesserte Zahlungsmoral der Unternehmen zeigt sich in 13 der 16 Bundesländer. Lediglich in Bremen, Baden-Württemberg und im Saarland verschlechterte sich die Situation. So zahlten in Bremen 1,5 Prozent mehr Firmen die Rechnung nicht fristgerecht oder gar nicht. Im Saarland waren es 0,9 Prozent und in Baden-Württemberg 0,7 Prozent der Unternehmen. Deutlich verbessert hat sich die Zahlungsmoral der Unternehmen in Bayern. Im Vergleich zum Juni 2014 sank die Anzahl der Firmen mit überfälligen Forderungen um 14,9 Prozent. Auch in Mecklenburg-Vorpommern (minus 9,9 Prozent Firmen mit überfälligen Forderungen), Brandenburg (minus 7,5 Prozent) und Rheinland-Pfalz (minus 7,2 Prozent) ging die Anzahl der verspätet und nicht zahlenden Unternehmen überdurchschnittlich zurück.</p>
<p style="text-align: justify;">In Bezug auf die Rechtsformen zeigt sich erneut, dass Kapitalgesellschaften die schlechteste Zahlungsmoral aufweisen. Über ein Drittel aller AGs und mehr als 27 Prozent aller GmbHs zahlen regelmäßig zu spät. &#8222;Große Unternehmen nutzen ihre Macht am Markt aus, zeigen ein liquiditätsschonendes Verhalten und zahlen ihre Rechnungen bewusst verspätet. Es ist keine Frage der Zahlungsfähigkeit, sondern rein eine Frage der Zahlungswilligkeit&#8220;, so Dr. Norbert Sellin. &#8222;Da Unternehmen dieser Rechtsform offensichtlich das kaufmännische Mahnverfahren als verlängertes Zahlungsziel nutzen, empfiehlt es sich, für diese Kunden ein spezielles Mahnverfahren aufzusetzen. Dieses Mahnverfahren sollte sehr konsequent und vor allem kurz gehalten sein. Beispielsweise der Verzicht auf eine dritte Mahnstufe, generell kürzere Zahlungsziele oder verkürzte Mahnintervalle.&#8220; Der dritte Sonderfall ist die Rechtsform der Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt). Im Mai 2015 zahlten 21,2 Prozent der UGs die Rechnung nicht oder verspätet. Es gibt jedoch einen großen Unterschied zwischen den UGs und den Kapitalgesellschaften: Während diese Rechtsformen zu großen Teilen Rechnungen bewusst verspätet begleichen, gilt die UG als Problemrechtsform. In vielen Fällen kann die Rechnung nicht bezahlt werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Unternehmen, die Geschäfte mit dem öffentlichen Sektor machen, müssen am längsten auf ihr Geld warten. Die durchschnittlichen Überfälligkeitstage betragen in dieser Branche 34,9 Tage. Die Quote der Spät- oder Nichtzahler liegt in dem öffentlichen Sektor bei 7,4 Prozent. &#8222;Auch wenn der öffentliche Sektor sehr spät bezahlt &#8211; es wird bezahlt. Inkassofälle sind eher eine Ausnahme&#8220;, betont Dr. Sellin. Erhöhte Überfälligkeitstage weisen auch das Baugewerbe (26,7 Tage, Spät- bzw. Nichtzahlerquote: 18,4 Prozent), die Logistik (19,5 Überfälligkeitstage; 21,8 Prozent) und die Energieversorgung (18,3; 17,5) auf. Den höchsten Anteil an Zahlungsverzögerern gibt es bei den Wasserver- und -entsorgern. 24,7 Prozent der Unternehmen zahlen nicht fristgerecht.</p>
<p style="text-align: justify;">Da sich ein schleppendes Kundenzahlungsverhalten belastend auf die Liquiditätslage eines Unternehmens auswirken kann und Liquiditätsengpässe zu den häufigsten Insolvenzursachen zählen, ist eine gute Zahlungsmoral der Kunden von hoher Bedeutung. Warum dennoch viele Unternehmen Rechnungen verspätet oder nicht zahlen, hat die unterschiedlichsten Ursachen. Seitens der Unternehmen werden am häufigsten momentane Liquiditätsengpässe, Zahlungsausfälle bei eigenen Kunden, vorsätzliches Nichtbezahlen oder mangelnde Professionalisierung bei der Rechnungsbearbeitung als Gründe für die verspätete Zahlung der Rechnung genannt.</p>
<p style="text-align: justify;">Bürgel Wirtschaftsinformationen GmbH &amp; Co. KG ist in Deutschland eines der führenden Unternehmen für Wirtschafts- und Bonitätsinformationen sowie Inkassodienstleistungen. Bürgel ist ein Tochterunternehmen der Euler Hermes Aktiengesellschaft (Allianz Group) und der EOS Holding GmbH (Otto Group). www.buergel.de</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Quelle: ots</em></p>
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