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	<title>deutsche Banken</title>
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	<description>Verbrauchertipps zum Geldsparen.</description>
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	<title>deutsche Banken</title>
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		<title>Deutsche Banken müssen die Realwirtschaft stärker unterstützen</title>
		<link>https://www.finanzratgeber24.de/aktuell/deutsche-banken-muessen-die-realwirtschaft-staerker-unterstuetzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexandra Rüsche]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Oct 2015 08:51:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die deutschen Kreditinstitute stecken tief in der Krise. Während Industrie-Unternehmen Wachstumsraten bis zu sechs Prozent pro Jahr erzielen, stagnieren die Geschäfte der Banken. Gleichzeitig erwarten Firmenkunden und Privatanleger eine stärkere Förderung durch die Finanzbranche.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzratgeber24.de/aktuell/deutsche-banken-muessen-die-realwirtschaft-staerker-unterstuetzen/">Deutsche Banken müssen die Realwirtschaft stärker unterstützen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzratgeber24.de">Finanzratgeber24.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Düsseldorf &#8211; Neue Publikation der Reihe &#8222;Deutschland 2064 &#8211; Die Welt unserer Kinder&#8220; mit Beiträgen führender Bankenvertreter</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die deutschen Kreditinstitute stecken tief in der Krise. Während Industrie-Unternehmen Wachstumsraten bis zu sechs Prozent pro Jahr erzielen, stagnieren die Geschäfte der Banken. Gleichzeitig erwarten Firmenkunden und Privatanleger eine stärkere Förderung durch die Finanzbranche. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie &#8222;Wer wird unsere Zukunft finanzieren?&#8220; von A.T. Kearney. &#8222;Die Banken müssen zum Beispiel ihr internationales Geschäft ausweiten, damit sie wieder wachsen können&#8220;, sagt Andreas Pratz, Partner bei A.T. Kearney und Leiter der Financial Institutions Group für Deutschland, Österreich und die Schweiz.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Publikation ist Teil der Initiative &#8222;Deutschland 2064 &#8211; Die Welt unserer Kinder&#8220;, die A.T. Kearney im vergangenen Jahr gestartet hat. Aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Unternehmensberatung in Deutschland untersuchen führende Experten, welche politischen, sozialen und ökonomischen Entwicklungen in den kommenden 50 Jahren zu erwarten sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Beiträge für die Studie zum Finanzsystem im Jahr 2064 lieferten Andreas Dombret, Mitglied im Vorstand der Deutschen Bundesbank, Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), Valentin Stalf, CEO und Co-Founder von Number 26, Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender der Union Investment Gruppe, und Jan Rinnert, Vorsitzender der Geschäftsführung von Heraeus.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Ergebnis der Erhebung: Bei der Globalisierung liegen die Banken weit hinter der Industrie zurück. Die deutschen Großunternehmen und viele Mittelständler erzielten längst 40 bis 70 Prozent ihrer Umsätze im Ausland. Die Kreditinstitute machten ihre Geschäfte jedoch im Mittel nur zu rund einem Viertel jenseits der deutschen Grenzen. &#8222;Der Bedarf für eine begleitende Unterstützung bei der Globalisierung ist eindeutig da&#8220;, stellt Finanzexperte Achim Kaucic von A.T. Kearney fest.</p>
<p style="text-align: justify;">Infolge der globalen Finanzkrise werden die Banken heute wesentlich schärfer reguliert als zuvor. Daher wanderten riskante Geschäfte vielfach zu Schattenbanken wie Geldmarktfonds und Hedgefonds ab, so das Fazit der Studie. &#8222;Vom Schattenbankensystem können systemische Risiken ausgehen, die das gesamte Finanzsystem gefährden&#8220;, warnt Pratz. Diese Institute müssten daher global reguliert und überwacht werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Banken verlören für die Realwirtschaft immer mehr an Bedeutung, so die Unternehmensberater. Noch im Jahr 2000 finanzierten die deutschen Unternehmen ihre Investitionen zu rund 97 Prozent mit langfristigen Bankkrediten; Anleihen machten damals nur drei Prozent aus. Bis 2013 sei der Anteil von Unternehmensanleihen an der langfristigen Finanzierung jedoch auf 37 Prozent gestiegen. In absehbarer Zukunft könne dieser Anteil auf rund 50 Prozent ansteigen.</p>
<p style="text-align: justify;">Zudem hat die Studie ergeben: Auch in der Digitalisierung besteht Nachholbedarf. &#8222;Weltweit geben Finanzdienstleister rund 485 Milliarden US-Dollar größtenteils für das upgraden alter IT-Systeme aus, anstatt in die Entwicklung neuer Produkte, Geschäftsmodelle und die Digitalisierung zu investieren,&#8220; so Kaucic. &#8222;Gleichzeitig gibt es neue Spieler im Markt, die durch viel Geld &#8211; von branchenfremden Unternehmen sowie durch Venture Capital oder Finanzinvestoren &#8211; mit mehr als 24 Milliarden US-Dollar unterstützt werden.&#8220;</p>
<p style="text-align: justify;">Auch Sparer und Privatkunden benötigen der Studie zufolge mehr Unterstützung durch die Banken. Millionen Bürgern drohe Altersarmut, wenn Staat und Finanzwirtschaft keine neuen Lösungen für die Altersvorsorge schafften. Große Teile des Finanzvermögens seien zinsarm angelegt.</p>
<p style="text-align: justify;">&#8222;Die Banken sollten Privatanlegern ein stärkeres Engagement in der Wirtschaft und damit an deren Wachstum schmackhaft machen&#8220;, empfiehlt Pratz. Als Alternative verweist der Finanzexperte auf das Beispiel Norwegen, das einen staatlichen Pensionsfonds aufgebaut hat. &#8222;Mit der Kompetenz der Finanzwirtschaft und der Fürsorgetradition des Staates könnte hier ein Erfolgsmodell für Deutschland geschaffen werden.&#8220;</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Quelle: ots</em></p>
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		<title>Corporate-Banking-Index von Bain</title>
		<link>https://www.finanzratgeber24.de/aktuell/aktuelle-presseticker/corporate-banking-index-von-bain/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Nov 2014 14:03:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
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		<category><![CDATA[Anstieg des Kreditvolumens]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate-Banking-Index von Bain]]></category>
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		<category><![CDATA[EZB-Stresstest]]></category>
		<category><![CDATA[internationalen Managementberatung Bain & Company]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Situation im Corporate-Banking hat sich in Deutschland wieder normalisiert. Hatten deutsche Banken im zweiten Halbjahr 2013 mit Blick auf den bevorstehenden EZB-Stresstest auch im Firmenkundengeschäft noch besonders vorsichtig agiert,</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify">Die Situation im Corporate-Banking hat sich in Deutschland wieder normalisiert. Hatten deutsche Banken im zweiten Halbjahr 2013 mit Blick auf den bevorstehenden EZB-Stresstest auch im Firmenkundengeschäft noch besonders vorsichtig agiert, so sank die gebildete Kreditrisikovorsorge im ersten Halbjahr 2014 deutlich. In der Folge verbesserte sich die Profitabilität. Entsprechend zog der Corporate-Banking-Index der internationalen Managementberatung Bain &amp; Company in der ersten Jahreshälfte 2014 nach einer längeren Durststrecke erstmals wieder an.</p>
<figure id="attachment_6396" aria-describedby="caption-attachment-6396" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-6396" src="https://www.finanzratgeber24.de/wp-content/uploads/2014/11/141112_bain_pm_corp_banking_index_abb1_ertrag_profitabilitaet_final.jpg" alt="Quelle: &quot;obs/Bain &amp; Company&quot;" width="620" height="456" srcset="https://www.finanzratgeber24.de/wp-content/uploads/2014/11/141112_bain_pm_corp_banking_index_abb1_ertrag_profitabilitaet_final.jpg 620w, https://www.finanzratgeber24.de/wp-content/uploads/2014/11/141112_bain_pm_corp_banking_index_abb1_ertrag_profitabilitaet_final-150x110.jpg 150w, https://www.finanzratgeber24.de/wp-content/uploads/2014/11/141112_bain_pm_corp_banking_index_abb1_ertrag_profitabilitaet_final-300x221.jpg 300w" sizes="(max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-6396" class="wp-caption-text">Quelle: &#8222;obs/Bain &amp; Company&#8220;</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify">Hoffnungsschimmer für Deutschlands Banken: Nach dreijähriger Talfahrt erholt sich das traditionell renditestarke Firmenkundengeschäft zumindest vorläufig. Der Bain-Corporate-Banking-Index stieg im ersten Halbjahr 2014 in beiden Dimensionen. Während die Erträge im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2013 um vier Prozent zulegten &#8211; dies vor allem volumenbedingt -, verbesserte sich die Profitabilität sogar um 25 Prozent (Abb. 1). Allerdings liegt der Index damit weiter unter den Werten der Jahre 2010 bis 2012 sowie des ersten Halbjahrs 2013. &#8222;Von einer Trendwende zu sprechen, ist definitiv zu früh&#8220;, erklärt Walter Sinn, Deutschlandchef von Bain &amp; Company und Bankenexperte. &#8222;Nach dem extrem schwachen zweiten Halbjahr 2013 war eine Gegenbewegung zu erwarten.&#8220; Tatsache aber ist, dass sich die fundamentalen Herausforderungen im Firmenkundengeschäft nicht verändert haben. Ein harter Wettbewerb und die anhaltend niedrigen Zinsen begrenzen die Ertragspotenziale. Das Renditeniveau bleibt trotzdem attraktiv.</p>
<p style="text-align: justify">Leichter Anstieg des Kreditvolumens</p>
<p style="text-align: justify">Der entscheidende Treiber für die höhere Profitabilität im ersten Halbjahr 2014 war ein Rückgang der gebildeten Kreditrisikovorsorge um 36 Prozent gemessen an der zweiten Jahreshälfte 2013. Damals hatten viele Banken ihr Kreditbuch mit Blick auf den bevorstehenden EZB-Stresstest noch einmal sorgfältig durchkämmt. Nun bewegt sich die Kreditrisikovorsorge wieder auf dem Durchschnittsniveau der vergangenen sieben Jahre. Parallel dazu hat sich das Kreditvolumen in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres leicht ausgeweitet &#8211; um fünf Milliarden Euro auf 987 Milliarden Euro.</p>
<p style="text-align: justify">Das Kreditgeschäft bleibt das wichtigste Ankerprodukt im Corporate-Banking. Der Zinsüberschuss stand im ersten Halbjahr 2014 für 72 Prozent der Erträge. Allerdings schwächt das geringe Zinsniveau die Bedeutung des Kreditgeschäfts. Ende 2012 hatte es noch einen Anteil von 76 Prozent. &#8222;Der wachsende Anteil des Provisionsüberschusses ist tendenziell ein gutes Zeichen&#8220;, stellt Dr. Jan-Alexander Huber fest, Partner bei Bain &amp; Company und Corporate-Banking-Experte. &#8222;Auf diese Weise gelingt es den Banken, sich bis zu einem gewissen Grad von ihrer Abhängigkeit vom Kreditgeschäft zu befreien.&#8220;</p>
<p style="text-align: justify">Cost Income Ratio sinkt auf 41 Prozent</p>
<p style="text-align: justify">Auch auf der Kostenseite gibt es Fortschritte. Die Verwaltungskosten gingen im ersten Halbjahr 2014 leicht zurück, nicht zuletzt deshalb verbesserte sich die Cost Income Ratio auf 41 Prozent. In erster Linie beruht die deutlich höhere Profitabilität im Corporate-Banking aber auf der erheblich gesunkenen Kreditrisikovorsorge. In der Folge stieg die Eigenkapitalrendite vor Steuern um zwei Prozentpunkte auf 17 Prozent in der ersten Jahreshälfte 2014. Von 2010 bis 2012 und in den Vorkrisenjahren konnte die Branche in diesem Geschäftsbereich indes Renditen von mehr als 20 Prozent erwirtschaften (Abb. 2). Eine Rückkehr auf dieses Niveau dürfte vielen Banken in den kommenden Jahren äußerst schwerfallen.</p>
<p style="text-align: justify">Vor diesem Hintergrund müssen die Kreditinstitute unabhängig von ihrer Größe im Corporate-Banking vorrangig an zwei Stellschrauben ansetzen. Gebot der Stunde für die Banken ist es, durch eine konsequente Kundenorientierung bestehende Ertragspotenziale entlang der gesamten Produktpalette besser auszuschöpfen. Der Erfolg im Cross-Selling macht im Wettbewerb den entscheidenden Unterschied. Gleichzeitig gilt es, im Risikomanagement nicht nachzulassen. Erst kürzlich hat Bain in einer Bankenstudie zum deutschen Markt aufgezeigt, dass Deutschlands Kreditinstitute weiter an ihren Geschäftsmodellen arbeiten müssen. &#8222;Die Banken stehen vor einem tief greifenden Strukturwandel&#8220;, betont Bankenkenner Sinn. &#8222;Und der betrifft auch das Firmenkundengeschäft. Es wäre fatal, wenn sich die Banken auf den Erfolgen der vergangenen Monate ausruhen würden. Vielmehr müssen sie alles daran setzen, die Ertragskraft des Corporate-Banking nachhaltig zu stärken.&#8220;</p>
<p style="text-align: justify">Quelle: ots</p>
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		<title>EZB räumt auf – weiterhin viel Arbeit für deutsche Banken</title>
		<link>https://www.finanzratgeber24.de/aktuell/aktuelle-presseticker/ezb-raeumt-auf-weiterhin-viel-arbeit-fuer-deutsche-banken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Oct 2014 08:36:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Bielefeld. Auch wenn an diesem Wochenende die deutschen Kreditinstitute gut durch den Stresstest der EZB gekommen sind, liegt immer noch viel Arbeit an. Die europäische Bankenunion ist laut Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble „das wichtigste europäische Projekt seit der Einführung des Euro“ und teilt sich auf in: * einheitliche Bankenaufsicht (SSM) * einheitliche Bankenabwicklung (SRM) * &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify">Bielefeld. Auch wenn an diesem Wochenende die deutschen Kreditinstitute gut durch den Stresstest der EZB gekommen sind, liegt immer noch viel Arbeit an. Die europäische Bankenunion ist laut Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble „das wichtigste europäische Projekt seit der Einführung des Euro“ und teilt sich auf in:<br />
* einheitliche Bankenaufsicht (SSM)<br />
* einheitliche Bankenabwicklung (SRM)<br />
* einheitliche Einlagensicherung (DGS)</p>
<figure id="attachment_5772" aria-describedby="caption-attachment-5772" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-5772" src="https://www.finanzratgeber24.de/wp-content/uploads/2014/10/Frankfurt-Main-und-City.jpg" alt="Quelle: Beckmann &amp; Partner CONSULT GmbH." width="620" height="376" srcset="https://www.finanzratgeber24.de/wp-content/uploads/2014/10/Frankfurt-Main-und-City.jpg 620w, https://www.finanzratgeber24.de/wp-content/uploads/2014/10/Frankfurt-Main-und-City-150x91.jpg 150w, https://www.finanzratgeber24.de/wp-content/uploads/2014/10/Frankfurt-Main-und-City-300x182.jpg 300w" sizes="(max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-5772" class="wp-caption-text">Quelle: Beckmann &amp; Partner CONSULT GmbH.</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify">Der sogenannte Comprehensive Assessment, bei dem über 6.000 EZB-Prüfer die Kreditinstitute in den letzten Monaten geprüft haben, sollte im Vorfeld der Bankenaufsicht alle Details und Risiken jeder Bank aufdecken. Der Comprehensive Assessment ist mit der Veröffentlichung der Ergebnisse am Sonntag beendet.</p>
<p style="text-align: justify">Dabei wurden 130 Banken auf ihr Kernkapital unter normalen und adversen Stressszenarien geprüft. Durchgefallen sind in Europa insgesamt 25 Banken. Davon nur eine in Deutschland (Münchener Hypothekenbank), welche aber bereits nach einer 408 Millionen Euro schweren Kapitalerhöhung nachträglich weiteres Kapital beschaffen konnte und somit die erforderlichen 5,5 Prozent Kernkapitalquote einhält.</p>
<p style="text-align: justify">Nun startet ab dem 4. November der SSM, die einheitliche Bankenaufsicht, und damit die Aufsicht der Kreditinstitute durch die EZB. Für bedeutende Kreditinstitute wie zum Beispiel die und die DZ Bank, für Landesbanken wie die LBBW oder die HASPA, aber auch für Autobanken wie die Volkswagen Bank sowie auch für Kreditinstitute wie die Hamburger Sparkasse oder die Frankfurter Sparkasse wird die EZB nun die Aufsichtsverantwortung übernehmen.</p>
<p style="text-align: justify">Weniger bedeutende Institute wie regionale Banken wie zum Beispiel (Kreis-) Sparkassen, Raiffeisenbanken, Spar- und Darlehenskassen und Volksbanken, aber auch die PSD Banken, Mercedes-Benz Bank, die Portigon oder auch die in Deutschland ansässigen Institute wie Morgan Stanley, Goldman Sachs oder J.P. Morgan werden weiterhin von ihren zuständigen nationalen Aufsichtsbehörden (NCAs) unter der Gesamtaufsicht der EZB kontrolliert.</p>
<p style="text-align: justify">Dies gewährleitstet einen einheitlichen Aufsichtsansatz. Informationen dazu hat die EZB am 30. September 2014 in ihren Leitfaden zur Bankenaufsicht veröffentlicht.</p>
<p style="text-align: justify">Welche Banken von der EZB direkt und welche nur indirekt über die nationalen Behörden von der EZB beaufsichtigt werden ist abhängig von deren Größe. Dazu hat die EZB am 04. September 2014 die Liste bedeutender beaufsichtigter Unternehmen und Liste weniger bedeutender Institute veröffentlicht.</p>
<p style="text-align: justify">Die Bedeutung wird anhand folgender Kriterien aus Artikel 6 Absatz 4 der SSM Verordnung bestimmt:<br />
Größe</p>
<p style="text-align: justify">Relevanz für die Wirtschaft der Union oder eines teilnehmenden Mitgliedstaats</p>
<p style="text-align: justify">Bedeutung der grenzüberschreitenden Tätigkeiten</p>
<p style="text-align: justify">Unter Größe ist ein Kreditinstitut zu verstehen, dessen a) Bilanzsumme mindestens 30 Mrd. Euro beträgt oder b) dessen Bilanzsumme 20 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes beträgt oder c) dessen Bilanzbewertung seitens der nationalen zuständigen Behörde als bedeutend für die betreffende Volkswirtschaft betrachtet wird (mindestens drei größten Institute des Landes).</p>
<p style="text-align: justify">Zur Bewertung der Kreditinstitute führten im Vorfeld die nationale Aufsichtsbehörde und die EZB gemeinschaftlich das sogenannte „Comprehensive Assessment“ durch, unter welchem sich die Kreditinstitute einer Risikobewertung (Risk Assessment), Bilanzprüfung (Balance Sheet Assessment) und einem Stresstest unterzogen.</p>
<p style="text-align: justify">Durchgefallen? Dann Abwickeln! Der SRM im Detail.</p>
<p style="text-align: justify">Als einzige deutsche Bank ist die Münchener Hypothekenbank auf Grundlage der Zahlen aus 2013 durch den Stresstest der EZB gefallen, hat aber bereits nachträglich ausreichend Geld besorgt und somit Ihre Hausaufgaben noch gemacht. Aufatmen heißt es für alle anderen deutschen Banken, wie zum Beispiel auch die Commerzbank und die Deutsche Bank, welche unter anderem die Prüfung der Mindestschwelle von 5,5 Prozent Eigenkapitalquote aus der größten Bankenprüfung aller Zeiten bestanden haben.</p>
<p style="text-align: justify">Die ÖVAG (Österreichische Volksbanken AG), welche am Sonntag ihr schlechtes Ergebnis bescheinigt bekommen hat und durchgefallen ist, steckt nun mitten in den Anforderungen des SRM.</p>
<p style="text-align: justify">Wurde wie bei ihr ein Kapitalmanko bei der Prüfung bescheinigt, so greift die zweite Säule der Bankenunion, der Einheitlichen Bankenabwicklung (SRM &#8211; Single Resolution Mechanism). Der SRM ergänzt den einheitlichen Bankenaufsichtsmechanismus (Single Supervisory Mechanism, SSM).</p>
<p style="text-align: justify">Die ÖVAG und alle anderen Banken die durchgefallen sind haben nun zwei Wochen Zeit, der EZB in Frankfurt zu erklären wie sie ihre Kapitallücke füllen wollen.</p>
<p style="text-align: justify">Aktueller Zeitplan für durchgefallene Banken</p>
<p style="text-align: justify">Zwei Wochen bleiben durchgefallenen Banken Zeit, um der EZB Sanierungspläne vorzulegen, die detailliert erklären, wie sie ihre Kapitallücke decken wollen. Diese können eine Neuemission von Eigenkapital, einbehaltene Gewinne, niedrigere Bonuszahlungen, solides bedingtes Kapital oder die Veräußerung ausgewählter Vermögenswerte vorsehen.</p>
<p style="text-align: justify">Nachdem diese sogenannten Sanierungspläne vorgelegt wurden bleiben den Banken sechs Monate, um die Lücke aus der Prüfung der Aktiva-Qualität und jene aus dem Basisszenario des Stresstests zu schließen.</p>
<p style="text-align: justify">Neun Monate bleiben, um das Manko aus dem adversen Szenario zu beseitigen. Für einzelne Banken der Euro-Zone geht der Stress nach der Veröffentlichung der Prüfungsresultate also erst richtig los.</p>
<p style="text-align: justify">Die Abwicklungsentscheidung und Finanzierung</p>
<p style="text-align: justify">Bleibt dies erfolglos, so kann eine Bank abgewickelt werden. Ein Verfahren zur Abwicklung einer Bank erfordert zunächst einen Beschluss der EZB. Anschließend erarbeiten die Mitglieder im &#8222;Single Resolution Board&#8220; (SRB), dem Steuerungsgremium des SSM mit Sitz in Brüssel, einen Entscheidungsvorschlag zur Sanierung beziehungsweise Abwicklung. Dies kann innerhalb von 24 Stunden geschehen. Soweit anschließend kein Einspruch durch die EU-Kommission oder durch die Mitgliedsländer erfolgt, soll die Abwicklung erfolgen.</p>
<p style="text-align: justify">Finanziert werden soll eine Abwicklung durch den einheitlichen Abwicklungsfonds, den „Single Resolution Fund“, kurz „SRF“.<br />
Dieser Abwicklungsfond dient der Finanzierung einer Abwicklung und soll vermeiden, dass Steuerzahler bei Bankenkrisen wieder zur Kasse gebeten werden. Insgesamt soll so ab 2016 bis 2024 ein Fonds über 55 Milliarden für die Abwicklung von Banken in der Eurozone aufgebaut werden.</p>
<p style="text-align: justify">Dafür stellen die Mitgliedstaaten nach Artikel 102 der Richtlinie über die Sanierung und Abwicklung sicher, „dass die im Rahmen ihrer Finanzierungsmechanismen verfügbaren Mittel bis zum 31. Dezember 2024 mindestens 1 % der gedeckten Einlagen aller in ihrem Hoheitsgebiet zugelassenen Institute entsprechen.“</p>
<p style="text-align: justify">Die EU-Kommission hat dazu am 21.10.2014 zwei Rechtstexte verabschiedet, die festlegen, wie die Beiträge der Banken an die in der EU geplanten Abwicklungsfonds berechnet werden.</p>
<p style="text-align: justify">Reihenfolge der Haftung</p>
<p style="text-align: justify">Da dieser Fonds jedoch erst ab 2016 zur Verfügung steht, könnten aktuell noch öffentliche Gelder dafür notwendig werden. Für die Abwicklung gilt dabei folgende schrittweise Haftung:</p>
<p style="text-align: justify">Die Behörde würde zunächst sämtliche Anteilseigner in die Pflicht nehmen. Verluste würden zunächst von den Anteilseignern und anderen Gläubigern, die in Bankkapital investieren &#8211; etwa Inhaber von Wandelschuldverschreibungen und nachrangigen Anleihen &#8211; getragen. Einlagen unter 100 000 EUR würden nicht angetastet – sie sind jederzeit vollständig gesichert. Einlagen von natürlichen Personen und KMU oberhalb von 100.000 EUR würden eine Vorzugsbehandlung &#8211; „Vorrangstellung der Einleger“ &#8211; genießen, die sicherstellt, dass diese Personen und KMU nicht vor anderen nicht abgesicherten Gläubigern Verluste auffangen müssen – das heißt sie stehen in der Bail-in-Hierarchie ganz unten. Ein Bail-in muss mindestens 8 % der gesamten Bankverbindlichkeiten umfassen. Oberhalb der Schwelle von 8 % könnte die Abwicklungsbehörde einer Bank erlauben, den Abwicklungsfonds in Anspruch zu nehmen, wobei die Mittel aus dem Fonds auf höchstens 5 % der Bankverbindlichkeiten begrenzt sind.</p>
<p style="text-align: justify">Fazit</p>
<p style="text-align: justify">Die EU und auch die EZB preschen mit ihren regulatorischen Vorgaben voran, und die Banken haben es schwer mit der Umsetzung hinterher zu kommen. Der Stresstest diente bereits dazu, dass sich die Banken mit deutlich mehr Eigenkapital ausgestattet haben. Die wirklich den Steuerzahler helfenden Maßnahmen folgen jetzt über die Aufsicht unter einheitlichem Standard und dem Aufbau eines Abwicklungsfonds. Dies stellt die Kreditinstitute vor weitere notwendige Umsetzungsmaßnahmen hinsichtlich Meldepflichten und (neuer) Bankenabgabe.</p>
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